Dienstag, 6. Dezember 2016

|Stefka reads| "Bad Romeo Christmas" von Leisa Rayven

"Bad Romeo Christmas: A Starcrossed Anthology" 

Leisa Rayven
Chick Lit
Englisch
Kindle
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Ich bin bekennender Fan der "Bad Romeo - Broken Juliet"-Reihe sowie von "Wicked Heart" der Autorin Leisa Rayven. Ich finde die Bücher einfach wahnsinnig intensiv und fesselnd. Klar, es ist "Chick Lit", aber sehr gut gemachte "Chick Lit". Als ich gesehen habe, dass es passend zu Weihnachten eine Ergänzung der Reihe um ein Buch mit drei Kurzgeschichten gibt, musste ich diese Weihnachtsedition sofort herunterladen. 

"Bad Romeo Christmas" beinhaltet folgende drei Geschichten: 

1. "Have Yourself a Sexy Little Christmas" (Cassie & Ethan) 

2. "The Naughty List" (Elissa & Liam) 

3. "Happy Horny New Year" (Angel & Josh) 

Ups, ich merke gerade, die drei Titel klingen etwas speziell... 

Die erste Geschichte spielt, nachdem Cassie & Ethan endlich ein Paar geworden sind, während Ethans Schwester Elissa solo ist. Sie befinden sich in New York, und die Feiertage stehen direkt vor der Tür. Cassie versucht verzweifelt, ein essbares Gericht für das große Weihnachtsessen bei Ethans Eltern zu zaubern, während Ethan mindestens genauso verzweifelt versucht, ihre Kochversuche zu überleben. Außerdem hat Ethans böse Ex-Freundin zum ersten Mal einen leibhaftigen Auftritt in den Büchern. 

In der zweiten Geschichte sind Elissa & Liam mittlerweile ein Paar. Während Elissa ein Charity-Event für Liams Stiftung vorbereitet, verbringt Liam viele Wochen in der Mongolei, wo er einen Film dreht. Als die beiden sich wiedersehen, entführt Liam Elissa in der Weihnachtszeit auf eine einsame Insel, um sie ganz für sich zu haben. Wobei, ob die Insel wirklich so einsam ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, muss sich erst zeigen, denn gerüchteweise bevölkern zumindest Geister die Insel. 

In der dritten Geschichte geht es nicht mehr um Weihnachten sondern Silvester. Während Cassie & Ethan sowie Elissa & Liam glücklich vereint sind, muss Josh Silvester alleine zwischen lauter verliebten Pärchen in New York verbringen, denn Angel dreht gerade in Los Angeles. Entsprechend einsam fühlt sich Josh. Als kleines "Goodie" gibt es in dieser Geschichte ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern von "The Grove" wie z.B. Erica, der Schauspiellehrerin von Cassie & Ethan (die ich persönlich auf 60 geschätzt hatte, die aber in "Happy Horny New Year" als Anfang 40 bezeichnet wird). 

Ich kann gar nicht sagen, welche der Geschichten mir am besten gefallen hat. Die von Cassie & Ethan mochte ich, weil sie einen als Leser ins winterliche New York entführt. Außerdem fand ich die Szene von Cassie & Ethan in seinem alten Kinderzimmer göttlich. Sagen wir es einmal so, Ethans Eltern und seine Schwester haben unten auf das Dessert gewartet, das die beiden oben bereits genossen haben. 

Bei Elissa & Liam fällt die eine oder andere Liebesszene etwas sehr heftig und speziell aus, dafür hat mich der Twist am Ende wirklich überrascht. Außerdem war ich - wie bei "Wicked Heart" - beeindruckt, wie gut es Leisa Rayven gelingt, einen super berühmten Schauspieler und seine speziellen Alltagsprobleme zu skizieren. Das ist so stimmig, dass man Liams Verhalten total nachvollziehen kann. 

Im letzten Teil rundum Angel & Josh gibt es naturgemäß wenig Interaktion zwischen den beiden Protagonisten, da diese nicht am selben Ort sind. Dass ich diese Geschichte trotzdem sehr mochte, liegt daran, dass ich Josh einfach liebe. Er ist so wunderbar "nerdig" und unsicher, man möchte ihn am liebsten in den Arm nehmen. Gedanklich habe ich da übrigens immer Seth von "The O.C." vor dem geistigen Auge (sogar die jüdische Religion passt). Außerdem haben Angel & Josh mehr Potential als die beiden anderen Paare, da sie noch nie Hauptdarsteller in einem der anderen Bände waren. 

Für mich ein wunderbares Buch für die Vorweihnachtszeit (auch wenn der Inhalt nicht ganz so besinnlich ausfällt), das ich innerhalb kürzester Zeit ausgelesen habe.


Sonntag, 4. Dezember 2016

|Behind the Screens #3| Mein Wochenrückblick - "binge watching", Aksel Lund Svindal und Robbie Williams

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.

Wie war deine Woche? 

Gut, aber irgendwie auch unspektakulär. Viel gearbeitet, regelmäßig Sport gemacht und die Vlogs von Jon Olsson weitergeschaut. So konnte ich auf meine alten Tage auch noch in Erfahrung bringen, was "binge watching" bedeutet. Wer mich kennt, weiß um meinen Ehrgeiz Bescheid und der schlägt bei mir auch bei so etwas durch. Ich muss unbedingt alle alten Folgen (ca. 230 Folgen à um die 10 Minuten) aufholen. Da Jon ständig die Destinationen wechselt, nerve ich aktuell meine Umgebung mit immer neuen Reiseideen. Ich will nach Marbella! Ich will nach Myrkdalen/Norge! Ich will nach Mallorca! 

Am Freitag stand endlich ein Besuch beim Frisör auf dem Plan. Eigentlich wäre ich schon vor vier Wochen gegangen. Uneigentlich war Anfang November zu weit weg von Weihnachten (wo ich naturgemäß perfekt aussehen möchte), weshalb ich einen vier Wochen späteren Termin gewählt habe. Mit dem Ergebnis, dass ich in den letzten zwei Wochen ausschließlich wechselnde Flechtfrisuren getragen habe. Da ich das Wochenende bei meinen Eltern verbracht habe (ja, ich gehe zum Dorffrisör meines Vertrauens. Ist viel billiger als in der Großstadt, man kennt mich schon seit Jahren und nebenbei gibt es öfters interessanten Klatsch und Tratsch zu hören), war es ein sehr chilliges Wochenende. Aufenthalte bei meinen Eltern auf dem Land sehen meist so aus, dass ich freitags direkt nach der Arbeit anreise, von Mama bekocht werde und erst einmal sämtliche Zeitschriften und Zeitungen durchlese (meine Mutter hat u.a. ein "Bunte"-Abo. Ich liebe die "Bunte". Klatsch & Tratsch, aber mit einigermaßen Niveau). Samstags heißt es meist "Pyjamas All Day" (inklusive "Shopping Queen") und am Sonntag verabschiede ich mich nachmittags wieder von meinem Kinderzimmer. Also maximale Ruhe (man kann auch echt nicht allzu viel machen, vor allem haben meine Eltern kein Internet und der Internetempfang auf dem Smartphone ist unterirdisch). Diesmal waren wir am Sonntag im Parkhotel frühstücken, einen Geburtstagsgutschein von meinem Bruder einlösen. Während er eher auf "Mini-Würstle mit süßem Senf" steht, habe ich mich schon seit langem auf die Waffeln mit Kirschen gefreut. Zucker wird immer mein Nemesis bleiben... 

Welche Bücher stehen auf deiner Weihnachtswunschliste? 

Das ist ein schwieriges Thema. Seit ich selbst Geld verdiene, kaufe ich mir Bücher, die mir gefallen, meist direkt nachdem ich sie entdeckt habe. Aktuell habe ich jedoch etwas auf meine Wunschliste: die illustrierten Ausgaben von "Harry Potter" im englischen Original. 



Aksel Lund Svindal (von mir fotografiert!) in Garmisch-Partenkirchen

Was war dein Wochenhighlight? 

Die Wintersportsaison hat wieder begonnen! Ich liebes es. Auch wenn ich bei Ski alpin-Rennen der Herren ein nervöses Wrack bin. Falls jemand wissen möchte, wie ich als Sportfan ticke: wäre ich ein männlicher Fußballfan, würde ich zu denen gehören, die man am letzten Spieltag in der "Sportschau" heulend im Stadion sitzen sieht, wenn der Lieblingsverein abgestiegen ist. Zum Glück ist Aksel Lund Svindal bereits 33 Jahre alt (und das Ende seiner Karriere somit absehbar), was ruhigere Zeiten für mein Herz bedeuten sollte, aber ich fürchte, ich habe mein Herz schon an einen neuen Fahrer verschenkt. An der Stelle möchte ich vorsorglich anmerken, dass ich Aleksander Aamodt Kilde von Anfang an verfolgt habe! Nicht dass wie bei Aksel plötzlich irgendwelche Superfans daher kommen, die Aksel seit 2012 ganz toll finden. Ich leide mit ihm seit der Saison 2006/2007, da könnt ihr alle einpacken ;-) Am Freitag hatte ich deshalb Tränen in den Augen, als er nach seinem Kreuzbandriss direkt auf den zweiten Platz gefahren ist (und sein "best buddy" und Zimmerkollege Kjetil Jansrud gewonnen hat). Vermutlich gibt es nur eine Person, die noch mehr mit Aksel leidet als ich: sein Vater...

Endlich wieder Unterhaltung im Auto! Nachdem ich mich mit meinem letzten Hörbuch verschätzt hatte (ich dachte, es wäre eine gute Idee, "Laienspiel" von Klüpfel & Kobr anzuhören. Zwar habe ich das Buch schon gelesen, aber das ist lange her, so dass ich mich an den genauen Hergang des Falles nicht erinnert habe. Außerdem liebe ich den Allgäuer Dialekt der Autoren, die das Hörbuch auch selbst sprechen. Leider musste ich feststellen, dass ich eine gekürzte Fassung gekauft habe (was ich hasse) und dann fiel mir nach kurzer Zeit auch der Ablauf des Falls wieder ein. Laaangweilig). Zum Glück habe ich das neue Album von Robbie Williams geschenkt bekommen, so dass ich nicht mehr auf das fürchterliche Radioprogramm ausweichen muss. Ich liebe "Party Like a Russian". Ja, ich weiß, das Lied hat angeblich einen "sh*t storm" ausgelöst. Allerdings muss ich sagen, dass ich denke, dass die Russen mehr Humor haben. Außerdem kann ich nach meinen eigenen Erfahrungen bestätigen, dass Russen wirklich sehr partyfreudig sind. Von daher ist das Lied (wenn man es unnötig ernst nimmt) gar nicht so daneben...  

Blogrückblick

Vergangene Woche gab es nur einen Post. Was weniger daran lag, dass ich nicht zum Lesen gekommen bin sondern daran, dass es abends zu dunkel ist zum Fotos machen. Deshalb muss ich das aufs Wochenende verlegen. Dafür geht es in besagtem Post um ein Buch, das mir super gut gefallen hat: "Annähernd Alex".

Montag, 28. November 2016

|Stefka reads| "Annähernd Alex" von Jenn Bennett


"Annähernd Alex" 

Jenn Bennett 
Young Adult 
Deutsch 
Das Buch wurde mir von lovelybooks.de für die Teilnahme an einer Leserunde und das Verfassen einer Rezension zur Verfügung gestellt. 
5 Sterne (von 5 möglichen Sternen) 

Die 17jährige Bailey (a.k.a. "Mink") steht auf Hollywood-Blockbuster aus der großen Ära der Schwarz-Weiß-Filme. Seit einem traumatischen Erlebnis geht sie Problemen lieber aus dem Weg, anstatt sich diesen zu stellen. So verschweigt sie auch ihrem Chat-Freund und ebenfalls Filmliebhaber Alex, dass sie in seine Heimatstadt an der Westküste der USA ziehen wird, um dort bei ihrem Vater zu wohnen. 

In Kalifornien angekommen, lebt sie sich besser als erwartet bei ihrem nerdigen Vater ein. Da gerade Sommerferien sind, vermittelt der ihr einen Nebenjob in der "Höhle", einem Pseudo-Museum in dem Touristen eher abgezockt denn gebildet werden. Nach einer holprigen Anfangsphase findet sich Bailey schnell im Team ein, nur der Security-Mitarbeiter und Surfer-Boy Porter bringt sie durch seine Sticheleien regelmäßig auf die Palme. Außerdem begibt sie sich mit Hilfe einer Karte und allen Hinweisen, die sie im Laufe ihrer Chats gesammelt hat, auf die Suche nach Alex. Immer in der Hoffnung, dass es sich bei ihm tatsächlich um einen Jungen in ihrem Alter und nicht um einen glatzköpfigen Rentner, der sich im Chat als Teenager ausgegeben hat, handelt. 

Im Laufe der Zeit lernt Bailey Porter und dessen Familie besser kennen und muss feststellen, dass mehr in ihm steckt als ein oberflächlicher Surfer-Boy. Dadurch wird ihre Suche nach Alex in den Hintergrund gedrängt. Und ist es nicht sowieso viel besser, sich mit echten Freunden als mit virtuellen Bekannten zu beschäftigen?! 





 "Annähernd Alex" hat mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen. Das liegt zum einen daran, dass es Jenn Bennett meisterhaft gelingt, eine sommerliche Strandatmosphäre zu schaffen, die einen als Leser auch im kältesten Winter zumindest gedanklich direkt an einen kalifornischen Strand versetzt. Auch die "Höhle" wird so wunderbar skurril beschrieben, dass ich diesen Ort von Anfang an geliebt habe. Außerdem zeichnet sie all ihre Charaktere äußerst liebevoll und facettenreich, so dass man diesen gerne an die Westküste der USA folgt. Besonders gilt das natürlich für Bailey, die zentrale Figur von "Annähernd Alex". Sie ist weder die typische Außenseiterin noch ein super beliebtes It-Girl. Vielmehr ist sie auf der Suche nach ihrem Platz im Leben und lernt im Laufe der Geschichte, dass sie gar nicht so "nerdig" und alleine ist, wie sie denkt. Porter ist als auf den ersten Blick eindimensionaler Nachwuchssurfer, der jedoch einiges an Tiefgang besitzt, der perfekte Gegenpart, was in spritzigen Dialogen zwischen den beiden mündet. Ans Herz gewachsen sind mir aber auch die ganzen Nebendarsteller wie Baileys neue Freundin und Arbeitskollegin Grace oder ihr Vater, von dem sie das Interesse für Themen abseits der Norm geerbt zu haben scheint. 




Der Schreibstil von Jenn Bennett ist perfekt zu einem Jugendbuch passend leicht und flüssig, weshalb man als Leser geradezu durch die Seiten fliegt, denn man möchte unbedingt wissen, wie es mit Bailey, Porter und Alex weitergeht. 

An der Stelle möchte ich auch nicht vergessen, das Cover und die Gestaltung des gesamten Buches (inklusive der Überschriften der einzelnen Kapitel, die aus Filmzitaten bestehen) lobend zu erwähnen. Der "Königskinder"-Verlag hat hier seine bekannt gute Arbeit geleistet. 

Es gibt eigentlich nur einen Punkt, der mir an dem Buch nicht gefallen hat: der Klappentext. Dieser nimmt einen entscheidenden Teil von "Annähernd Alex" vorweg und setzt daneben einen falschen Schwerpunkt, denn die Szene, die dort als zentral herausgestellt wird, ist tatsächlich nur eine von mehreren gleichwertigen Vorkommnissen. Ich würde folglich jedem künftigen Leser raten, den Klappentext links liegen zu lassen und direkt mit der Lektüre zu beginnen. So umgeht man sowohl Spoiler als auch falsche Erwartungen. 

Ansonsten kann ich dieses wundervolle Buch allen ans Herz legen, die in eine gut konstruierte und herzliche Coming-of-Age-Geschichte abtauchen möchten. Mir hat dieses Buch ein echtes Lesevergnügen bereitet. 

Ich habe ein bisschen zur Autorin recherchiert. Sie hat in der Vergangenheit hauptsächlich Romane aus dem Bereich "Chick Lit" veröffentlicht (ich vermute, deshalb fallen gewisse Szenen detailreicher aus als ansonsten in amerikanischen Jugendbüchern üblich). Es gibt jedoch auch einen weiteren Jugendroman namens "The Anatomical Shape of a Heart" (bzw. "Night Owls"), der unter dem Titel "Die Anatomie der Nacht" ebenfalls im Königskinder-Verlag erschienen ist. Das Buch werde ich mir definitiv auch kaufen. 




Sonntag, 27. November 2016

|Behind the Screens #2| Mein Wochenrückblick - Verletzung, Youtube und eine digitale Reise in die Vergangenheit

Nachdem jeder heute seinen Adventskranz postet, möchte auch ich nicht zurückstehen.

Wie war deine Woche?

Bis Freitag Morgen hätte ich gesagt: unspektakulär, mit Ausnahme des Mittwochs, an dem ich eher unfreiwillig mit meinem Chef in eine Weinverkostung geraten bin. (Wer mich kennt, weiß, dass ich Wein am liebsten in Form von Rotweinkuchen zu mir nehme...). Am letzten Werktag der Woche bin ich jedoch kurz nach dem Aufstehen mit meinem kleinen Zeh an einem Stuhlbein hängen geblieben. Zunächst dachte ich, es wäre nicht so schlimm und habe mich ganz normal fertig gemacht. Als ich versucht habe, Schuhe anzuziehen, wusste ich, das wird nichts, denn ich bin in keinen Schuh hineingekommen. Nicht einmal Birkenstocks hätten funktioniert. Also bin ich daheim geblieben. Mittlerweile ist der Zeh blau, und ich versuche, ihn übers Wochenende so gut es geht zu schonen. Wäre ich bei meinen Eltern daheim gewesen, hätte ich direkt mit meinem Bruder und meiner Mutter zum Orthopäden fahren können, denn T. hatte am Freitag einen Termin. Seine größte Sorge: "Das Foto machen (=Röntgen) tut aber nicht weh???" Er hat dank seiner Kindheit ein bisschen ein Ärzte-Trauma und erkennt z.B. auch im überladensten Ärztezimmer Dinge wie Desinfektionsmittel: "Aber das nimmst Du nicht bei mir?!" (Desinfektionsmittel = Blutabnehmen = tut weh).

Was ich nach meinem Erlebnis vom Freitag auf alle Fälle empfehlen kann (auch auf die Gefahr hin, dass ich wie die Bundesregierung mit ihrer Anregung zu Hamsterkäufen klinge): es ist immer gut, wenn man einen Vorrat an Nahrungsmitteln im Haus hat. Eigentlich hatte ich geplant, am Freitag groß für das Wochenende einkaufen zu gehen. Uneigentlich konnte ich das Haus nicht verlassen, hatte aber zum Glück Mehl, Zucker, Eier, Trockenhefe, Zucchini, Tomatensauce etc. im Haus und konnte mir somit u.a. Waffeln und selbst gebackenes Baguette machen.  


Die Deko steht trotz meiner Verletzung.

Hast du „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ schon gesehen und was ist dein Eindruck vom Film? Hast du darüber hinaus das gleichnamige Buch schon gelesen (Nicht das Skript)?

Nein und nein. Mein Verhältnis zu "Harry Potter" ist ein bisschen gespalten. Mir wurde die Reihe von einer Freundin empfohlen, als der Hype in Deutschland noch nicht angekommen war. Damals war gerade erst der dritte Band auf Englisch erschienen. Ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt schon eine deutsche Übersetzung gab. Mir haben die Bücher gut gefallen, aber dass sie so einen Hype auslösen würden, hätte ich nie gedacht. Alle anderen Bücher habe ich bei Erscheinen auf Englisch gelesen und der Tod von Dumbledore z.B. hat mich wie so viele andere zu Tränen gerührt. Ein bisschen gekippt ist mein Verhältnis zu "Harry Potter" mit dem letzten Band. Zum einen war der nicht so düster und dramatisch wie ich nach den vorhergehenden Bänden erwartet hätte. Das fand ich enttäuschend. Meinen Eindruck nachhaltig getrübt hat der Epilog. Der war schlimmer nach dem Motto "and they lived happily ever after" als jeder kitschige "Chick Lit"-Roman. Seitdem hält sich meine Lust auf weitere "Harry Potter"-Erlebnisse in Grenzen.

Was die Filme betrifft, so habe ich nur den ersten Teil vor vielen Jahren bei einer Freundin auf DVD gesehen. Alle anderen habe ich nicht geschaut, da Filme erfahrungsgemäß nie mit den Bücher, auf denen sie basieren, mithalten können. Von daher habe ich das Schauen der Filme bislang als unnötig abgehakt.

Wobei ich in Zusammenhang mit dem neuen Film sagen muss, dass ich den doch ganz gerne sehen würde. Online sind alle so begeistert von dem Film, die Story hört sich spannend und faszinierend an und der Hauptdarsteller sieht besser aus als Daniel Radcliffe... Leider gibt es in meiner Umgebung niemand, der bereit wäre, mit mir in einen Fantasy-Film zu gehen. Irgendwie lehnen alle um mich herum Fantasy ab. Das mag Geschmacksache sein, aber was ich nicht verstehe, ist, wenn man tatsächlich sich noch nie an Fantasy (nicht nur bei Filmen, das gilt auch für Bücher) versucht hat, man dieses Genre trotzdem kategorisch ablehnt. Ich persönlich möchte die "Vampire Academy", "Starcrossed", "Sookie Stackhouse" etc. nicht missen (hell yeah, noch nicht einmal "Twilight"...).   

Was war dein Wochenhighlight?

Ich habe meine Leidenschaft für die Vlogs von Jon Olsson entdeckt. Ich kenne ihn schon länger, vermutlich durch seinen Bruder Hans, der für Schweden im alpinen Skiweltcup gestartet ist. Allerdings war ich etwas irritiert durch seinen High-Societey-Lifestyle und seine It-Girl-Freundin. Kürzlich bin ich über seine täglichen Vlogs gestolpert, habe begonnen diese zu schauen und was kann ich sagen, ich bin süchtig. Er lebt die meiste Zeit in Monaco und Marbella, aber ich liebe besonders seine Aufnahmen aus Norwegen. Die sind sooo schön. Außerdem ist er überhaupt nicht arrogant und abgehoben sondern wirklich witzig und herzlich. Und sein Kameramann Marcus (aus Bergen) ist legendär. Wenn man Glück hat, tauchen sogar die besten Skifahrer EVER in den Videos auf. Blöd ist nur, dass ich mir jetzt eine Drohne zu Weihnachten wünsche... Und ja, hätte man dieses "Internetz" zwanzig Jahre früher erfunden, wäre ich auch als Teenie ein Fan von Jon und nicht von Bibi und Tina ...ähm... Dagi geworden. Im übrigen empfehle ich allen, die mir immer im Urlaub in den Ohren liegen, dass ihr Englisch eingerostet sei, die Vlogs von Jon zu schauen, denn dessen Englisch ist hervorragend und auch super verständlich, da er kein "native speaker" ist und somit auch keinen nuscheligen texanischen Akzent oder ähnliches hat. 

Ich weiß, ich sprenge hier jeden Rahmen, aber es gab ein weiteres Highlight, das ich nicht verschweigen kann: beim Ausmisten meines Schreibtischs bei der Arbeit habe ich eine CD mit einer Datensicherung meines privaten Notebooks aus dem Jahr 2004 gefunden habe. OMG... Ich war von mir selbst beeindruckt. Ich hatte damals echt Ahnung von Photoshop. Zu schade, dass ich da nicht drangeblieben bin. Außerdem habe ich den legendären "Nussear & Forsyth"-Thread von "Figure Skating Universe" ausgegraben. Ich weiß, damit werden die meisten meiner Leser nichts anfangen können, aber das war der "most epic" Thread auf einem Message Board EVER.

Der legendäre "Nussear & Forsyth"-Thread auf Figure Skating Universe ,

So gut war ich mal in Photoshop. Das Copyright für die Fotos gehört  http://www.scratchspin.com.

Blogrückblick

Auf dem Blog gab es diese Woche zwei Rezensionen aus Genres, die in diesem Jahr bislang eher zu den selten gelesenen gehört haben: ein historischer Liebesroman und ein Sachbuch.