Mittwoch, 29. Juli 2015

|Küchenzauber| Frühstücksidee: Pancakes mit Himbeeren – und eine neue Liebe...

Eine gesunde und leckere Frühstücksalternative

Wahrscheinlich ist es ein sicheres Zeichen, dass ich langsam alt und erwachsen werde, denn ich bin irgendwie verliebt in meine neueste Anschaffung: ein Küchengerät. Aber, wie man gleich anhand des nächsten Bildes sehen wird, handelt es sich hierbei um ein ganz besonders hübsches Exemplar. Auch noch in der Farbe rosa. Wenn das kein Mädchentraum ist... Und so viel stylischer als der allseits beliebte Thermomix, von dem ich mich manchmal regelrecht verfolgt fühle. Jeder Zweite in meinem Umfeld besitzt mittlerweile einen. Sogar Singlehaushalte.

Ich hatte in meiner Wohnung bislang einen billigen Pürierstab. Der war zum einen leistungsschwach und zum anderen nervt mich an Pürierstäben generell, dass sie keinen geschlossenen Behälter haben, weshalb man die Küche nach Einsatz des Pürierstabs meist einer Generalreinigung unterziehen muss. Da ich, was das Putzen betrifft, äußerst penibel bin (kann ich nichts für, habe ich von meinem Papa geerbt...), nervt mich so etwas. Folglich war für mich schon länger klar, dass ich mir irgendwann als Ersatz einen Standmixer anschaffen werde. Als ich entdeckt habe, dass es von Kitchenaid nicht nur die bekannte aber für meine Zwecke überdimensionierte Küchenmaschine gibt, war für mich schnell klar, dass ich diesen Standmixer haben muss. Ich bin allgemein sehr entschlussfreudig und wenn mich etwas auf den ersten Blick überzeugt, nehme ich es meist auch. So ähnlich habe ich mich auch auf meinen Audi A 1 festgelegt. Auf der „Muswiese“ zum ersten Mal gesehen (da war der A 1 brandneu) und ein halbes Jahr später gekauft. So etwas geht bei mir zackig, ganz nach meinem Lebensmotto „Ich schwätze [rede] schnell, ich esse schnell, ich denke schnell“. Da ich es bei technischen Geräten aber meist nicht einsehe, diese zu ersetzen, bevor sie kaputt sind – ökologischer Fußabdruck und so, schaue deshalb auch noch auf einem Röhrenfernseher TV – bestand erst vor zwei Wochen der Anlass zur Anschaffung des Standmixers, da der Pürierstab zunächst geraucht hat, und beim nächsten Mal sind die Sicherungen raus geflogen. Kurze Zeit später habe ich mein neues Baby bestellt, und er kam auch innerhalb von drei Tagen bei mir an. In einer anderen Farbe wäre er übrigens 20 Euro billiger gewesen. Aber ich denke nicht, dass ich mit cremeweiß oder hellgrün glücklich geworden wäre. Es musste einfach rosa sein.

It's true love...
Nun kann ich Gerichte ausprobieren, zu denen man einen Standmixer mit einem leistungsstarken Motor braucht. Als erstes habe ich Sonntag morgens die Pancakes von Lindarella probiert.

Hierfür benötigt man für eine Person:

- 1 reife Banane

- 75 g Vollkornmehl

- ca. 50 ml Mandelmilch (alternativ auch Sojamilch, Reismilch oder andere Milch)

- Zimt nach Belieben

- Kokosöl (oder anderes, neutrales Öl) zum Ausbacken

Die Banane habe ich in kleine Rädchen geschnitten und zusammen mit dem Vollkornmehl und der Mandelmilch im Standmixer zu einer zähflüssigen, homogenen Masse verarbeitet. Zum Schluss habe ich etwas Zimt untergerührt.

Die Pancakes habe ich in einer Pfanne in Kokosöl bei mittlerer Hitze goldbraun auf beiden Seiten angebraten.

Durch die süße der Banane benötigt man keinen zusätzlichen Zucker für den Teig, und ich fand die Pancakes sehr, sehr lecker.

Dazu passen am besten Beeren oder sonstiges Obst. Ich habe Himbeeren mit etwas Mandelmilch im Standmixer püriert und darüber gekippt.

Lecker...

Aus den restlichen Beeren habe ich ebenfalls mit Mandelmilch einen leckeren Smoothie hergestellt.

Geniale Farben.

Ist es jemandem aufgefallen? Das passt farblich alles ganz hervorragend zu meinem Standmixer!

Sonntag, 26. Juli 2015

|Küchenzauber| Fächerkartoffeln

Leckeres aus Kartoffeln

Aufgrund einer Nachfrage (hallo liebe Vera!:-) möchte ich ein leckeres Kartoffelrezept vorstellen. Wie bereits erwähnt, war ich als Kind ein äußerst wählerischer Esser. Kartoffeln gehören zu einer der wenigen Speisen - insbesondere aus dem Bereich Gemüse - die ich schon immer geliebt habe. Egal in welcher Form: Pommes, Kroketten, Gratin, Bratkartoffeln und eines der Lieblingsessen meiner Kindheit, das mich auch heute noch begeistert: Kartoffeln mit Butter und Salz. Wenn ich bei meinen Eltern daheim bin, und meine Mama kocht vormittags Kartoffeln für das Mittagessen, dann fragt sie mich immer, ob sie zwei, drei Kartoffeln extra für mich in den Dampfkochtopf legen soll, damit ich diese bereits vorab mit Butter und Salz essen kann. Das Gericht, für das meine Mama am häufigsten Kartoffeln vorkocht: Kartoffelsalat. Und den mochte ich noch nie. Das muss man den Menschen in Baden-Württemberg erst einmal klar machen: ich esse keinen schwäbischen Kartoffelsalat. Warum soll ich Kartoffeln kalt essen? Erschließt sich mir ganz und gar nicht.


Für mein heutiges Kartoffelrezept benötigt man:

- junge, eher kleine Kartoffeln (Menge je nach Personenzahl und Hunger)

- Olivenöl

- Rosmarin

- Salz

Die Kartoffeln gründlich waschen und putzen und die "Augen" entfernen. Bei jungen Kartoffeln kann man die Schale problemlos essen, wenn man das nicht möchte oder die Kartoffeln schon etwas älter sind, kann man die Kartoffeln vor dem nächsten Schritt auch schälen.

Den Backofen auf ca. 230 Grad vorheizen.

Die Kartoffeln halbieren und mit der Schnittfläche nach unten auf ein Schneidebrett legen. Anschließend ein weiteres Brettchen neben den Kartoffeln platzieren, und die Kartoffeln der kurzen Seite nach eng nebeneinander mehrfach einschneiden. Das zweite Brettchen dient als Hilfe, damit man das Messer versehentlich nicht zu weit durchdrückt und die Kartoffel, anstatt sie einzuschneiden, komplett durchschneidet.

Einschneiden der Kartoffeln

Olivenöl auf ein kleines Tellerchen geben und salzen. Die eingeschnittenen Kartoffelhälften komplett (also auch unten auf der Schnittfläche) mit dem gesalzenen Olivenöl bepinseln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Zum Schluss Rosmarin darüber streuen.


Bei mir gab es Zucchinischeiben dazu.
Die Fächerkartoffeln kommen für ca. 30-40 Minuten (je nach Leistungsstärke des Backofens und Größe der Kartoffeln) in den Backofen. Sie sollten leicht gebräunt sein. Anschließend ggf. noch einmal ein bisschen Salz darüber geben. Fertig!


Das Endergebnis.

Hier kann man die "Fächer" ganz gut erkennen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere das Rezept nachkocht.

Mittwoch, 15. Juli 2015

|Wanderlust| Day trip - Würzburg

Ein Tagesausflug nach ... Würzburg

Letzte Woche war ich auf Betriebsausflug in Würzburg. Ich war vor ein paar Jahren schon einmal dort, und Würzburg hat mich bereits damals beeindruckt. Eine schnuckelige kleine Stadt mit vielen historischen Gebäuden. Bestimmt auch nicht die schlechteste Stadt zum Studieren.

Dieses Mal sind wir mit dem Bus hoch über der Stadt an der Festung Marienberg angekommen. Von dort hat man einen tollen Blick über die Stadt. Pünktlich zu unserer Ankunft kam zudem die Sonne heraus.

Blick auf Würzburg von der Festung Marienberg aus

Festung Marienberg


Anschließend stand ein kurzer Fußmarsch bergab in die Stadt an.

Würzburger Innenstadt
Zuerst haben wir die Residenz aufgesucht und dort an einer Führung teilgenommen.

Die Würzburger Residenz
Für mich war es bereits die zweite Führung in der Residenz. Aber da ich das berühmte Deckengewölbe der Residenz so beeindruckend finde, würde ich jederzeit wieder an einer Führung teilnehmen. Es ist das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt, und es werden die zum damaligen Zeitpunkt entdeckten Kontinente dargestellt (Europa, Afrika, Amerika, Asien). Die Amerikaner kommen hierbei nicht besonders gut weg, denn sie werden als ungezähmte Wilde dargestellt. Bilder kann ich leider keine liefern, da das Fotografieren nicht erlaubt ist.

Das Deckengewölbe hat einer verheerenden Bombennacht im März 1945 standgehalten, obwohl der darüberliegende Dachstuhl eingestürzt ist. Mittlerweile gibt es einen Gedenkraum, in dem man die Zerstörungen des 2. Weltkriegs veranschaulicht bekommt und auch dem amerikanischen Retter der Residenz gedacht wird. Allgemein bekommt man in der Residenz vor Augen geführt, welche Zerstörungen im 2. Weltkrieg an historischen Gebäuden angerichtet wurden und wie es an ein Wunder grenzt, dass so viele Städet so schnell wieder aufgebaut wurden. Dafür können wir in Deutschland nicht dankbar genug sein, denn ich denke nicht, dass es den Menschen z.B. in Syrien ähnlich ergehen wird.

Die weiteren Räume, die man besichtigen kann, sind ebenfalls absolut sehenswert und außergewöhnlich. Die Pracht erschlägt einen regelrecht. Vor allem im Spiegelkabinett, dem einzigen Raum, der durch die Bombenangriffe komplett zerstört wurde und ab 1979 acht Jahre lang reproduziert wurde. Für mich ein ganz klarer Besuchstipp. Die Führung dauert 45 Minuten und kostet 7,50 €.

Brunnen vor der Residenz

Wunderschön angelegter Garten der Residenz

Brunnen im Garten der Residenz

Residenz von hinten
 Nach dem Mittagessen waren wir zum Ausklang in einem Beach Club am Main.

Chillen im Beach Club

Ein sehr gelungener Tagesausflug, den ich jedem aus vollstem Herzen empfehlen kann.

Samstag, 4. Juli 2015

|Wanderlust| The American Way of Life - my thoughts

All of my blog entries about my trip to the US were in German but I also wanted to share some of my thoughts with my English speaking friends, especially those from the US.

I actually wrote this blog post while flying back to Germany but only about one month later did I find the time to finish it. But as it's July, 4th today, I think it's perfect timing. So Happy Independence Day!

That said, don't take anything I'm writing too seriously. I tried to write this text with some humour. Anyway, here comes my list of what I found remarkable during my first ever trip to the US.

1. Everything is HUGE over there. You always hear this from other Europeans travelling to the US, from journalists, writers etc. but you'll never know the true meaning of this unless you see it with your own eyes. First of all, the landscape. You will not find anything comparable in central Europe. We saw huuuge, absolutely flat and empty streches of land while driving from Colorado to Wyoming. The emptiness appeared to be pretty much endless. Kind of boring but at the same time impressive.

Of course, the cars are gigantic, too. We neither saw an Opel Corsa, a VW Polo nor a Smart. But we saw numerous Ford Pick-Ups. Must be something like the most popular car in the US. And I wonder if people really need this kind of car (because they are farmers, do heavy construction work or whatever) or if people just think it's a cool car.
The supermarkets are biiig, too. Same goes for what they sell. There are packages of cereals the size of fertilizer in German farming. Or you can buy water in gallons. The "bottles" look like the destilled water packs my mom is using for her flatiron...
People also seem to be bigger than in Germany. And with bigger I don't mean fatter as we didn't see many obese people. More like the women are taller and a bit broader. I'm of average German height and weight and it was the first time I felt kind of "fragile".

2. Apart from the huge cars, there is an environmental issue we found a little bit disturbing. And I don't want to sound patronizing, this is just a small thing which could be changed so easily for the better without causing any inconvenience or costing a lot of money. I'm talking about the intense use of plastic. A lot of stuff in the supermarket comes in some kind of plastic box. Strawberries, for example. Why not put them in a card box instead? Or how very few items are kind of automatically packed into plastic bags while you're paying. My favourite incident happened in New York when a gallon of water (which comes with a handle!) was packed into two plastic bags for carrying. I'm glad plastic bags are not for free in German supermarkets. I always carry an extra bag made out of fabric with me in case I go food shopping during lunch break, for example. And it's also common to bring a basket with you when you go grocery shopping. There is also so much plastic stuff used in restaurants, ready to be thrown away after just one time of using it. Yes, it's great that you do not throw away food but ask for a box and carry it home in order to be eaten the next day. But why always a plastic box?!

3. You always hear about US Americans being friendly and open. This I found to be true for about 90% of the people we met. Everyone is always asking "how are you?", saying "sorry" when passing and I had to tell the story of why we came from Germany to the US numerous times because people were asking about it. Yes, I'm a typical example of German efficeny which means I usually only ask people stuff when I really want to know something. I'm terrible at small talk. I always fear I'm bothering people with my questions. At the same time, I wish I could be a little more American extrovert. A little bit more "amaaazing", "fabulous"or "aaawesome" and a little less "not bad".

3. You have some amazing (hehe, I did it...) nature in the US. I loved the Grand Canyon of Yellow Stone, the lakes of the Rocky Mountains National park and the snowy mountains surrounding Vail.

4. I loved New York. And it was so easy to adjust to this city as big and as lively it might be. I don't know exactly why but there was somehow a very European feeling about it. Kind of like London?!

5. Wyoming looked very conservative to me. We saw people wearing cowboy hats and Wrangler jeans as "everyday clothes". Very wild, wild west. I can totally imagine some of them voting for Sarah Palin... And meat seemed to be the number 1 choice of food which doesn't go so well with what I usually eat.

6. We loved Boulder/Colorado. The university is so pretty and the feeling of the city reminded me of typical German university cities like Heidelberg, Tübingen or Freiburg. Also many athletic people hiking, running or biking. But no Nordic walkers ;-)

7. This being said, I learnt for sure that the US is a very diverse country. People from different regions are totally different. Just like you can't say Germany=Berlin / Germany=Bavaria.

8. Driving in the US is so much easier than in Germany. The streets are way bigger and there was far less traffic at least where we were travelling. Parking spaces are huge, too. So don't feel afraid to rent a car when visiting the US as a European. You'll also need it because distances are huge. Eventually, you'll end up doing crazy stuff like driving three hours one way to Vail for a day trip. Or eight hours one way for two days at Yellow Stone Park.

9. One more thing about traffic: where we have symbols in Germany, US Americans love to write texts. Like "yield" or "speed limit 50 mph.". And there are human traffic lights especially when some kind of construction work is being done. Meaning there are people holding up signs with either "stop" or "slow" being written on them. We even had a "safety car" leading us through one construction site. And the "click it or ticket" signs made me smile. Great slogan but I hope most people do not need this reminder to buckle up anymore.

10. I really like the American efficency when it comes to restaurants. You're seated, you get a menu immediately, you can order drinks not much later and eventually you order food. You never have to wait forever in between like it sometimes happens in Germany.

11. Some stuff tasted incredibly sweet. Or stuff you don't expect to taste sweet also had sugar in it. Like bread. Eeew...

12. Avocados are way cheaper than in Germany. All of the other vegetables and fruits probably are more expensive. I loved all the food options they had with avocado. Like sandwiches.

13. I read a book of the US American wife of a German anchorman a few years ago and there she wrote how much she enjoys German "Gemütlichkeit" on Sundays. Now, I understand what she meant by this. Many shops are open in the US on a Sunday and that's why it feels like any other day. Even Memorial Day didn't really feel like a holiday because you saw people carrying groceries and other stuff out of Walmart.

These are my facts about my US trip. Did I enjoy myself? Yes, definitely. Do I want to go back? Yes, also definitely. I'm dreaming about a road trip through California...