Samstag, 31. Dezember 2016

2016 - ein persönlicher Jahresrückblick

01. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? 

Persönlich würde ich meinem Jahr eine 8 geben. Mit meinem eigenen Leben war ich ziemlich zufrieden. Global/politisch gesehen war es m.E. eine Katastrophe. Gefühlt jagte eine schlimme Nachricht die nächste. Ich bin manchmal richtig vor Angst zusammengezuckt, wenn meine "Spiegel online"-App mir neue "Breaking News" durch eine Push-Nachricht angezeigt hat. Also international betrachtet würde ich 2016 eine 3 geben. In der Hoffnung, dass 2017 keine 2 bekommt... 

02. Zugenommen oder abgenommen? 

Hoffentlich nicht zugenommen. Bekanntermaßen wiege ich mich nicht. Aufgrund der Intensivierung meines Sportprogramms hoffe ich, dass ich eine schmalere Silhouette bekommen habe...

03. Haare länger oder kürzer?

Kürzer. Aber nicht sooo viel. Hat aber trotzdem dazu geführt, dass Männer, die es eigentlich besser wissen müssten, mich nicht wiedererkannt haben.


Im März war ich nicht nur am Holmenkollen sondern auch in Kvitfjell beim Ski Weltcup. Und da habe ich festgestellt, dass Aleksander Aamodt Kilde ein echt lieber Kerl ist, der sich unendlich viel Zeit für seine Fans genommen hat.

04. Kurzsichtiger oder weitsichtiger? 

Kurzsichtiger. Aber nur minimal (-0,25 Dioptrien). Allerdings habe ich eine neue Brille und die liebe ich.

05. Mehr Kohle oder weniger? 

Mehr, trotz Frage Nr. 7.

06. Besseren Job oder schlechteren? 

Same old, same old. In der Hinsicht tut sich erst nächstes Jahr (also ab 09.01.) etwas. Mit der Folge, dass ich 2017 an dieser Stelle sagen kann, ob ich den Fehler meines Lebens begangen habe...


Wunderschöne Wildblumen bei der Landesgartenschau in Öhringen

07. Mehr ausgegeben oder weniger? 

Definitiv viel: neue Brille, neue Sonnenbrille mit eingestärkten Gläsern, neues Macbook, neue kleine Kamera...

08. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? 

Bücher bei lovelybooks.de und vorablesen.de und - erst an Weihnachten - Tickets für den Super G bei der Ski-WM in St. Moritz 2017.

09. Mehr bewegt oder weniger? 

Mehr. Ich bin seit August bei Gymondo (danke für den Tipp, K.!)  angemeldet und habe dort bereits diverse Programme durchlaufen. Das macht echt Spaß. Ich werde immer ein "Cardio-Mäusle" bleiben, aber ich habe mich mit den Kraftübungen angefreundet. Burpees sind jedoch ein Werkzeug der Hölle.


Himbeeren bei einer Wanderung in der Neckarschleife. War insgesamt der totale Reinfall: der Weg nicht ausgeschildert, es hat angefangen zu regnen und ich hatte am Ende ca. 40 Mückenstiche...

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? 

Wenn man von einem allergiegeplagten Frühjahr und meiner Fußverletzung von vor ein paar Wochen absieht: keine. In der Hinsicht kann ich mich echt nicht beschweren.

11. Davon war für Dich die Schlimmste? 

Schlimm war nichts davon.

12. Der hirnrissigste Plan? 

Ich liiiiiebe Pläne - aber an hinrissige kann ich mich nicht erinnern.


Südtirol - die schönsten Berge der Welt

13. Die gefährlichste Unternehmung? 

Etwas, was ich in die Kategorie "gefährlich" stecken würde, fällt mir nicht ein. Anstrengend hingegen schon: die Umrundung von Platt- und Langkofel.

Für 2017 (oder die Zukunft allgemein) träume ich ja von Paragliding. Lustigerweise habe ich, nachdem wir das in Oberstdorf diskutiert haben, einen passionierten Paraglider getroffen. Bin mir nur nicht sicher, ob ich das mit dem wagen möchte... Aber das ist eine andere Geschichte. 

14. Die teuerste Anschaffung?

Mein Macbook - und ich möchte es nicht missen. Ich hatte vorher immer "normale" Notebooks, da ich aber partout kein Windows10 haben wollte, habe ich mich entschieden, auf Mac umzusteigen. Bislang habe ich es keine Sekunde bereut. Ich bin auch nach einem halben Jahr noch immer erstaunt, wie leise (also völlig geräuschlos) das Macbook ist und wie schnell es hochfährt. Kein "ich geh erst mal an den Kühlschrank/kurz aufs Klo/was aus dem Keller holen" mehr. Das Einzige, was ich sehr gewöhnungsbedürftig finde, ist die Ablagestruktur. Mittlerweile habe ich mich aber rein gefuchst.

15. Das leckerste Essen? 

- die Pizza im "Essenza" in Oberstdorf

- das Nachtisch-Buffet in Südtirol

- Süßkartoffel-Pommes

- Apfelküchle von meiner Mama



Palme auf Fuerteventura

16. Das beeindruckendste Buch?

Ich werde einen separaten Post zu meiner Lesestatistik 2016 erstellen, habe aber hier schon einmal meine 5-Sterne-Bücher herausgesucht:

- „Astrid Lindgren. Ihr Leben“ von Jens Andersen: eine Biographie

- „The Unexpected Everything“ von Morgan Matson: Young Adult 

- „Provokateure“ von Martin Walker: Krimi 


- „Die Stille der Lärchen“ von Lenz Koppelstätter: Krimi 

- „Bühlerhöhe“ von Brigitte Glaser: historischer Roman

- „Annähernd Alex“ von Jenn Bennett: Young Adult 

- „My Sergei“ von Ekaterina Gordeeva with E.M. Swift: eine Biografie, die ich zum wiederholten Mal gelesen habe

- „Winterzauber wider Willen“ von Sarah Morgan: Chick Lit, ebenfalls ein "reread"

Wenn ich mir all diese Bücher anschaue, dann hat mich die "Bühlerhöhe" am meisten beeindruckt. Einfach weil mich der historische Hintergrund sehr interessiert hat und weil ich geschichtlich so viel hinzugelernt habe. 

17. Der ergreifendste Film?

Ich gucke immer noch kaum Filme. Im Kino war ich, glaube ich, überhaupt nicht. Und auch im TV oder auf DVD fällt mir kein besonderer Film ein. 

Falls ich eine alte Kamelle nennen darf: an Weihnachten habe ich "Tatsächlich...Liebe" geschaut (einer der wenigen Filme, die ich immer wieder schauen kann). Dabei ist mir aufgefallen, dass dieser Film aus dem Jahr 2003 aktueller ist denn je: ein amerikanischer Präsident, der das Hausmädchen des englischer Premierministers belästigt?! Welcome to 2017...

Die Daily Vlogs von Jon Olsson auf YouTube muss ich an der Stelle ebenfalls erwähnen. Es gibt keine einfachere Art, in fremde Länder zu reisen. Meine absoluten Favoriten sind natürlich die Aufnahmen aus Norwegen. Und ich bin ein klitzekleines Bisschen in Marcus Valeur verliebt...

18. Die beste CD?

Die neue CD von Robbie Williams. I wanna party like a Russian...


Typisch Oberstdorf

19. Das schönste Konzert?

Ich war auf keinem Konzert. Aber in 2017, da fange ich mit den Konzertbesuchen an: im Juli gehe ich zu Robbie Williams nach München.

20. Die beste TV-Serie? 

Hier schere ich aus der Masse aus: kein "Game of Thrones", "Homeland", "Suits" oder ähnliches. Meine Confession: ich bin aktuell süchtig nach den Wiederholungen der "Schwarzwaldklinik" auf ZDF neo. Ich habe die "Schwarzwaldklinik" als Kind geliebt. Ich kann mich daran erinnern, dass ich Bilder von der "Schwarzwaldklinik" gemalt und Szenen mit Playmobil nachgespielt habe. Seitdem ich über Weihnachten bei meinen Eltern mein Zimmer aufgeräumt und nebenher zur Unterhaltung die "Schwarzklinik" geschaut habe, komme ich nicht mehr davon los. Und ich muss sagen, die Parallelen zum "Bergdoktor" sind frappierend: das Haus der Brinkmanns ist das gleiche "alte Klump" wie das der Grubers, das Liebesleben ähnlich turbulent und die Ärzte in beiden Serien "Halbgötter in Weiß". So viel hat sich in all den Jahren also nicht geändert... 

21. Die meiste Zeit verbracht mit? 

Dem Computer. Beruflich und privat.


Der Christbaum bei meinen Eltern.

22. Die schönste Zeit verbracht mit am? 

Holmenkollen. Es war schon seit Kindertagen mein Traum, einen Wettbewerb in dieser legendären Sportstätte in Oslo zu besuchen. Im März 2016 wurde der Traum war, und ich war bei der Biathlon-WM. Am letzten Tag stand der Massenstart auf dem Programm, und wir standen mitten im Gelände (genauer gesagt im Wald) unter lauter Einheimischen. Das war der schönste Platz, den ich je bei einer Sportveranstaltung inne hatte. Ich werde die Atmosphäre nie vergessen. Und dann auch noch das Happy End: Johannes Thignes Bø gewinnt die Goldmedaille. 

23. Zum ersten Mal getan? 

Am Holmenkollen einen Sport-Event besucht.

Einen "Alpenglühen" getrunken. K., schon alleine deswegen müssen wir auch in 2017 nach Oberstdorf fahren ;-)

24. Nach langer Zeit wieder getan? 

Zwei Vorstellungsgespräche gehabt. Beide erfolgreich. Eine Zusage habe ich von mir aus abgelehnt.

Gedacht: "Ups, den Tequila trinke ich jetzt besser nicht auch noch. Sonst endet das böse..."



Schnee gibt es keinen, aber Raureif.

25. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 

So ziemlich alle weltpolitischen Ereignisse des Jahres 2016.

26. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? 

Am Ende sind wir alle Menschen.

27. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? 

Ich mache nur schöne Geschenke, wage ich zu behaupten, denn ich liebe es zu schenken und bin ein aufmerksamer Zuhörer. Das klingt jetzt sehr unbescheiden, also bitte mit einem Augenzwinkern lesen. 


Noch mehr Raureif.

28. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? 

Dass ich bei Geburt in der Lotterie des Lebens den Jackpot geknackt habe und hier in Frieden leben darf.

29. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? 

"Wir werden Dich vermissen..."

"Haben Sie früher Fußball gespielt? Das war gerade eine echte (verbale) Blutgrätsche..."

30. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 

"Daran wirst Du wachsen, glaube mir."


Mein verfrorenes Mini-Me... Wobei ich die Kälte trotz allem mag.

31. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres? 

https://primeballerinasbooks.com - mein liebster Buchblog

http://mein-feenstaub.blogspot.de - mein liebster DIY-Blog

https://fafine.de - meine liebste Mischung aus Mode, Lifestyle, Rezepten und YouTube

http://mariannan.indiedays.com - mein liebster internationaler Blog

http://dariadaria.com - der Blog mit dem tiefgreifendsten Content

32. 2016 war mit einem Wort: 

schaurig-schön (schaurig = global, schön = persönlich)

33. Zum Vergleich: Verlinke Deinen Rückblick vom vorigen Jahr! 



Von mir selbst designte Kuchendeko.

Und Jahresausblick? ... so'n paar Pläne für 2017

- die üblichen 5 kg abnehmen

- beruflich neue Herausforderungen annehmen

- immer Augencreme benutzen

- meine leicht autistischen Züge nicht gewinnen lassen, wenn ich neuen Menschen begegne

- den Glauben an die Menschheit nicht verlieren.


Nun bleibt mir nur noch, allen ein gesundes, glückliches und friedvolles 2017 zu wünschen.



Blogger at work...

Donnerstag, 29. Dezember 2016

|Stefka reads| "Smut" von Karina Halle

"Smut" von Karina Halle


"Smut" 

Karina Halle
New Adult
Englisch
Kindle
3 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Amanda nimmt ihr Studium sehr ernst, denn er war schon immer ihr Traum, Schriftstellerin zu werden. Deshalb bringt sie auch keinerlei Verständnis für ihren Kommilitonen Blake auf, der ihrer Meinung nach das Leben und die künftige Literaturkarriere viel zu leicht nimmt und lieber seine Zeit und Energie in unzählige amouröse Abenteuer investiert. Blake hingegen hält Amanda für eine arrogante, spaßbefreite Zicke, mit der er möglichst wenig Zeit verbringen möchte. Am Ende des Semesters müssen die beiden sich in einer Art Zweckgemeinschaft zusammenraufen, denn sie werden einander für eine Partnerarbeit zugelost. Dabei stellen sie fest, dass sie trotz aller Gegensätze gut zusammenarbeiten, was Blake auf die Idee bringt, dieses Potential gewinnbringend einzusetzen und gemeinsam erotische Frauenromane zu schreiben. Denn womit lässt sich aktuell schneller und einfacher Geld verdienen?! 

Ich fand das Konzept hinter dieser „New Adult“-Geschichte spannend, denn es bietet quasi die Chance zu einer „Geschichte innerhalb der Geschichte“. Hier muss ich allerdings direkt anmerken, dass die Autorin das Potential nicht voll nutzt. Zwar bringt sie berechtigte und bissige Kritik am schablonenhaften Aufbau der meisten „New Adult“-Romane an. Das arbeitet sie auch wirklich super heraus. Nur wurde dieser Effekt für mich leider umgehend zunichte gemacht, denn sie konstruiert die Romanze zwischen Amanda und Blake genau nach dem gleichen, ausgelutschten Schema. Außerdem gibt es die von mir erwartete „Geschichte in der Geschichte“ nicht, denn man erfährt nur kurze Bruchstücke dessen, was Amanda und Blake in ihren Romanen beschreiben. 

Gegen Amanda und Blake als Paar gibt es nichts einzuwenden. Die beiden passen gut zusammen. Das hat aber leider nicht ausgereicht, um mich zu fesseln. Ich war stellenweise einfach nur gelangweilt und „Smut“ hat keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Damit möchte ich nicht sagen, dass es ein rundweg schlechtes Buch war. Vielleicht kam die Geschichte einfach nur zum falschen Zeitpunkt für mich.

Falls sich jemand selbst ein Bild machen möchte, so muss ich denjenigen auf die englische Originalausgabe verweisen, denn "Smut" (und auch alle anderen Bücher von Karina Halle) wurden bislang nicht ins Deutsche übersetzt.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

|Stefka reads| "Glückssterne" von Claudia Winter

Ich bin zurück aus meiner kleinen Weihnachtspause. Ich hoffe, alle meine Leser hatten ein schönes Weihnachtsfest. Für alle, die die Zeit zwischen den Jahren für die Lektüre eines "Wohlfühlbuches" nutzen möchten, habe ich einen Lesetipp:



„Glückssterne“

Claudia Winter
Chick Lit
Deutsch
4 Sterne (von 5 möglichen Sternen)

Josefines Zukunft scheint vorgezeichnet: die Karriere als Anwältin für Familiensachen in einer großen Kanzlei läuft und die Hochzeit mit ihrem Arbeitskollegen steht kurz bevor. Doch plötzlich gerät ihre geordnete Welt aus den Fugen, denn ihre Cousine setzt sich mit dem sagenumwobenen Hochzeitsring nach Irland ab. Um den Erfolg ihrer Hochzeit nicht zu gefährden, folgt Josefine ihrer Cousine und dem Familienerbstück auf die grüne Insel. Dort angekommen stellen nicht nur ihre verschrobenen Tanten, die sich an ihre Hacken geheftet haben, sondern auch die Unberechenbarkeit des irischen Wetters und vor allem der Einheimische Aidan Josefines Geduld auf eine harte Probe.

Nachdem mir „Aprikosenküsse“ im Urlaub in Südtirol in diesem Jahr bereits vergnügliche Lesestunden bereitet hat, habe ich mir den neuen Roman von Claudia Winter direkt nach dessen Erscheinen gekauft. Und ich muss sagen, die „Glückssterne“ haben mich nicht enttäuscht. 

Zum einen gelingt es der Autorin ganz wunderbar, die mystische Stimmung Irlands einzufangen. Man fühlt sich, als würde man sich auf einer Rundreise über diese wunderschöne Insel befinden und zwischen Schafen über saftig grüne Wiesen spazieren. Okay, ehrlicherweise muss man an der Stelle erwähnen, dass man wahrscheinlich einen Schirm in der Hand halten und Gummistiefel an den Füßen tragen würde… 

Zum anderen sind Josefine und Aidan ein tolles Paar. Klar, ihre Charaktere sind nichts, was man noch nie gelesen hat: auf der einen Seite die nüchterne, komplett durchorganisierte Josefine und als Gegenpol der charismatische, attraktive und manchmal ein bisschen ungehobelte Aidan. Aber lieber ein bewährtes Paar, das auch funktioniert als ein Experiment ohne Chemie. 

In diesem Zusammenhang muss ich einen kleinen Kritikpunkt wiederholen, den ich bereits bei den „Aprikosenküssen“ angebracht habe: so gut Josefine und Aidan zusammenpassen, so wenige wirklich prickelnde Szenen gibt es zwischen den beiden, da sie 90% des Buches damit verbringen, hintereinander herzujagen bzw. voreinander wegzulaufen. Auch ist mir die Sprache der Autorin an der einen oder anderen Stelle ein bisschen zu blumig. 

Von diesen kleineren Kritikpunkten abgesehen, kann ich die „Glückssterne“ als luftig, lockeres Lesevergnügen empfehlen - nicht nur, aber insbesondere für Irland-Fans. 

Freitag, 23. Dezember 2016

|Stefka reads| "The Raven Boys" von Maggie Stiefvater


Mit dieser weihnachtlichen Buchvorstellung möchte ich mich in die Weihnachtspause verabschieden. Frohe Weihnachten!

"The Raven Boys" 

Maggie Stiefvater
The Raven Cycle Book 1
Fantasy
Englisch
Kindle
4 Sterne von 5 möglichen Sternen

Nachdem ich in diesem Lesejahr ab und zu an den Punkt gekommen bin, wo mich ein eigentlich liebgewonnenes Genre aufgrund der Vorhersehbarkeit der einzelnen Storylines und der Schablonenhaftigkeit der Charaktere nur noch genervt hat, habe ich mich an ein Genre zurückerinnert, dass ich lange sehr gerne gelesen, in den letzten beiden Jahren aber vernachlässigt habe: Fantasy. Ich weiß, es gibt viele, die eine Abneigung gegen Fantasy haben. Oft auch ohne das Genre jemals getestet zu haben. Das finde ich schade, denn gerade im Bereich Fantasy gibt es viele tolle Geschichten, die wahnsinnig komplex und spannend sind - man muss sich nur darauf einlassen. Man braucht auch nur in den seltensten Fällen auf eine Liebesgeschichte verzichten, denn meist gibt es auch bei Fantasy das eine oder andere Paar, das sich im Laufe der Geschichte findet. 

Von Maggie Stiefvater habe ich vor ein paar Jahren die Reihe mit den Werwölfen gelesen, die mir gut gefallen hat. Danach habe ich die Autorin aus den Augen verloren, obwohl ich ab und an eine positive Referenz zu den "Raven Boys" gelesen habe. Ende November habe ich mich zurückerinnert und den ersten Band auf meinen E-Reader geladen. 

In den "Raven Boys" geht es um Blue, die in ungewöhnlichen Verhältnissen aufwächst. Ihre Mutter hat übernatürliche Fähigkeiten und arbeitet quasi als Wahrsagerin. In ihrem Haus lebt ein bunt gemischter Haufen von Frauen, die allesamt solche speziellen Talente haben. Nur Blue fällt aus dem Rahmen, denn sie kann nicht in die Zukunft blicken sondern dient lediglich als Verstärker von übernatürlichen Signalen. Zusätzlich muss sich Blue mit einer Prophezeiung auseinandersetzen: wenn sie den Jungen küsst, den sie wirklich liebt, wird dieser sterben. 

Blue geht auf eine staatliche High School und hat sich von den "Raven Boys", den Schülern der örtlichen, elitären Privatschule bislang bewusst ferngehalten. Plötzlich spielen diese jedoch eine Hauptrolle in ihrem bislang recht beschaulichen Teenie-Leben: da wären einmal der selbstbewusste Gansey mit der im eigenen adligen Ausstrahlung, der auf der Suche nach magischen Energielinien und einem verschollenen, mythischen König ist und der die anderen Jungs anführt. Außerdem Adam, der wie Blue aus einfachen Verhältnissen kommt und nur aufgrund eines Stipendiums die Privatschule besuchen darf. Sowie der schwer durchschaubare Ronan, der immer kurz vor der Explosion zu stehen scheint und vor keiner Schlägerei zurückschreckt. Abgerundet wird das Quartett durch den manchmal ungreifbar erscheinenden Noah.

Zunächst muss ich sagen, dass ich bekanntermaßen viel auf Englisch lese und mir das normalerweise total leicht fällt. Meistens merke ich keinen Unterschied, ob ich auf Englisch oder Deutsch lese. Hier war es jedoch so, dass ich es manchmal schwierig fand, der Geschichte zu folgen. Ich denke, das liegt an den vielen Spezialbegriffen wie z.B. "ley lines" für besagte Energielinien. 

Trotzdem hat mir dieser Auftaktband wirklich gut gefallen. Das liegt vor allem an Blue und ihren vier Jungs. Blue ist ein toller, weiblicher Charakter, da sie so unabhängig und freigeistig ist. Sie schert sich nicht darum, dass sie aufgrund ihres extravaganten Kleidungsstils und ihrer ebenso speziellen Frisur auffällt. Das ist völlig untypisch für eine Schülerin an einer High School, da diese normalerweise um jeden Preis NICHT auffallen wollen. Bei den vier Jungs hat mir die Gruppendynamik am besten gefallen. Auf der einen Seite Gansey als Anführer, der immer um das Wohl der anderen besorgt ist, obwohl er wie eine Dampfwalze seiner Leidenschaft für das Finden von Verborgenem folgt. Auf der anderen Seite Adam, der zu Gansey aufsieht, gleichzeitig aber mit widersprüchlichen Gefühlen kämpft, da ihm sein Stolz über alles geht, weshalb er keinesfalls Almosen annehmen möchte. Oder Ronan, den Gansey ständig versucht, vor dem Absturz zu bewahren, der sich aber manchmal trotzdem als absolut verlässlicher Freund erweist. Und Noah, der das Quartett ergänzt, obwohl er nicht immer präsent zu sein scheint. 

Super gefallen hat mir auch, wie es der Autorin gelingt, Gansey einerseits als typischen Kronprinzen einer Familie mit "altem" Geld darzustellen, ihn andererseits aber als lieben Kerl erscheinen zu lassen, der sich z.B. völlig ohne Hintergedanken gewählt ausdrückt - was bei Blue und Adam unweigerlich ein Gefühl der Minderwertigkeit hervorruft. 

Das Verhältnis zwischen Blue und Gansey bietet meiner Meinung nach sowieso das größte Potential für künftige Entwicklungen, denn die beiden haben aufgrund der vielen Reibungspunkte eine tolle Chemie. Und das, obwohl sich Blue eigentlich zu Adam hingezogen fühlt.

Die Welt, die Maggie Stiefvater erschaffen hat, ist sehr komplex, weshalb es mir mit diesem Buch so ergeht, wie mit so manchem aus dem Bereich Fantasy: ich finde es schwierig, als Leser zu überblicken, ob das, was die Autorin schreibt, auch tatsächlich logisch ist.

Mich hat dieses Buch, das auch auf Deutsch erhältlich ist, in seinen Bann gezogen, und ich werde definitiv die weiteren Bände in Angriff nehmen, da ich wissen möchte, wie es mit Blue und Gansey und den anderen weitergeht.

Dienstag, 20. Dezember 2016

|Stefka travels| Weihnachtsmarkt Ludwigsburg und Kamera-Tipp Canon EOS M10

Auch wenn das alles nach den gestrigen Ereignissen eine andere Bedeutung hat... Man darf die Freude am Leben und vor allem die Menschlichkeit nicht verlieren. 

Bevor die Vorweihnachtszeit zu Ende geht, möchte ich noch einen Weihnachtsmarkt aus der Region präsentieren. Von den Weihnachtsmärkten aus meiner Umgebung ist es mein liebster Weihnachtsmarkt. (Nicht regional gesehen ist der Weihnachtsmarkt in Bad Hindelang mein Favorit).


Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg
Beleuchtung auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg

Ich kenne den barocken Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg schon seit vielen Jahren, da ich auch in Ludwigsburg studiert und schon damals den einen oder anderen Dezember in Ludwigsburg verbracht habe. An den Ständen hat sich in all den Jahren wenig geändert, was ein bisschen eintönig sein kann. Trotzdem finde ich persönlich den Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg schöner als den in Stuttgart, denn er ist kleiner und deshalb auch ein bisschen familiärer.


Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg
Stand mit Leuchtsternen auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg


Der größte Pluspunkt des barocken Weihnachtsmarkts in Ludwigsburg ist in meinen Augen die Lage und die dazugehörige Deko. Der Buden werden hauptsächlich auf dem Marktplatz aufgebaut und der ist zwischen zwei Kirchen gelegen. Als Beleuchtung dienen verschiedene überdimensionale, stilisierte Engel, was wirklich toll aussieht, weshalb sich insbesondere ein Besuch abends lohnt.



Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg
Engel als Beleuchtung auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg


Von Besuchen an Samstag oder Sonntag Abenden würde ich abraten, denn dann ist es brechend voll und macht überhaupt keinen Spaß. Die Faustregel lautet, je näher das Adventswochenende an Weihnachten liegt, desto voller wird es. Da bietet sich definitiv ein Besuch unter der Woche an.



Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg
Komplette Ansicht


Essentechnisch sind ein Stand mit Suppen (sehr leckere Tomatensuppe) und ein Stand mit Dienele / Deien (Sauerteig und Schmand verschieden belegt - so eine Art schwäbische Pizza) meine Favoriten.



Weltgrößter Adventskranz


Als weitere Attraktion gibt es in diesem Jahr vor dem barocken Schloss in Ludwigsburg den weltgrößten Adventskranz.


Schloss in Ludwigsburg

Zum Abschluss möchte ich noch kurz auf meine neue (kleine) Kamera eingehen, die eine Ergänzung zu meiner Spiegelreflex-Kamera ist, die ich zwar heiß und innig liebe, die aber manchmal sehr umständlich und schwer zum Mitschleppen ist. Deshalb habe ich mir als Ergänzung die Canon EOS M10 gekauft. Man kann mit Hilfe eines Adapters alle Objektive von der Spiegelreflex von Canon verwenden. Allerdings muss man dann mit dem manuellen Fokus arbeiten. Deshalb habe ich mir ein eigenes Objektiv für die Canon EOS M10 bestellt: das 22 mm-Pancake-Objektiv (Macro 0,15m / EF-M 22 mm, 1:2 STM). Bei den obigen Aufnahmen war es stockdunkel und das Licht kam allein von der Beleuchtung. Trotzdem bin ich super zufrieden mit meinen Bildern und wirklich begeistert von dem Objektiv und der Kamera. Lediglich an das Fotografieren mit dem Display (und ohne Blick durch den Sucher) musste ich mich erst wieder gewöhnen. Von mir eine klare Kaufempfehlung.

Sonntag, 18. Dezember 2016

|Behind the Screens #5| Weihnachtsmarkt, Menschlichkeit und weihnachtliche Buchliebe

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.


Weihnachtsmarkt Ludwigsburg
Weihnachtsmarkt Ludwigsburg

Wie war deine Woche? 

Sehr schön. Das einzige Manko: die Vorweihnachtszeit geht VIEL zu schnell vorbei. Ich habe das Gefühl, diese Adventssonntage sind im Zeitraffer an mir vorbei gerast. Da Neujahr für mich auch mit einem beruflichen Neustart verbunden ist, würde ich manchmal gerne die Zeit anhalten. 

Am Mittwoch war ich auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg - hierzu folgt noch ein separater Blogpost (inklusive "neuer Kameraliebe") - und am Freitag im Breuningerland (mein mit Abstand liebstes Einkaufszentrum). 

Der Übergang mag etwas abrupt sein, aber diese Woche hat mich aufgrund der politischen Ereignisse auch bewegt, dass es so viele Menschen zu geben scheint, die sich keine Gedanken darüber machen, dass wir quasi einen 6er in der Lotterie gezogen haben, als irgendeine höhere Macht entschieden hat, dass wir in Mitteleuropa geboren werden sollen - und nicht in einem der vielen von Krieg gebeutelten Länder dieser Welt. Deshalb auch alle Daumen nach oben für Ina und diesen Post. Gerade in der Weihnachtszeit sollte man Nächstenliebe und Menschlichkeit zeigen. Vielleicht sollte der eine oder andere auch mal wieder einen Blick in die Weihnachtsgeschichte werfen (Alternative für "Nicht-Leser": als Krippenspiel anschauen) und darüber nachdenken, was die Kernaussage der Geschichte ist. 

Ein weiterer, etwas trivialerer Gedanke, der mich beschäftigt hat: warum können Männer eigentlich keine Geschenke organisieren und beteiligen sich auch nur äußerst spärlich, wenn es darum geht, für die Arbeit einen Kuchen zu backen o.Ä.? Meine oben erwähnte berufliche Veränderung führt mich in eine noch mehr von Männern dominierte Umgebung, und ich vermute jetzt, dass es keine Geschenke geben wird und das Essen an Weihnachtsfeiern etc. komplett vom Catering kommen wird. Ernsthaft, was ist so schwer daran, Geld einzusammeln, einen Gutschein zu kaufen und nett zu verpacken? Oder wenn man selbst nicht backen kann, warum fragt man nicht seine Frau oder Mutter? Und warum müssen es immer dieselben Personen sein, die sich engagieren? Das ist auf dem Land bei den Landfrauen übrigens auch nicht anders...

Welches Buch passt für dich zum Winter? 

Die perfekte Frage für mich, denn ich habe diese Woche eines meiner liebsten Weihnachts- und Winterbücher vorgestellt: "Winterzauber wider Willen" von Sarah Morgan. Spontan fallen mir außerdem ein:
  • "O du fröhliche Weibernacht" von Heike Wanner: der Titel klingt etwas dämlich, tatsächlich ist es eine schöne Geschichte um vier völlig unterschiedliche Kolleginnen, die sich bei einer Firmenweihnachtsfeier zu einem Team zusammenraufen müssen.

  • "Christmas Ever After" ("Für immer und einen Weihnachtsmorgen") von Sarah Morgan: ein Buch, dem ich im letzten Jahr 4,5 Sterne gegeben habe. Skylar, eine Künstlerin aus der East Coast Upper Class, und Alec, ein TV-Historiker, haben zwar einen gemeinsamen Freundeskreis, können aber überhaupt nichts miteinander anfangen, denn sie hält ihn für einen spaßbefreiten Zyniker und er sie für eine verwöhnte Zicke. Als er sie in der Vorweihnachtszeit als "knight in shining armour" rettet, nimmt er sie mit zu seiner Familie nach Hause und sie erlebt das zauberhafteste Weihnachtsfest ihres Lebens. Ganz große Leseliebe von mir, denn die beiden sind einfach das perfekte Paar. 

Der weltgrößte Adventskranz vor dem Schloß in Ludwigsburg
Der weltgrößte Adventskranz vor dem Schloß in Ludwigsburg

Was war dein Wochenhighlight?

Die oben erwähnten Besuche auf dem Weihnachtsmarkt und im Einkaufszentrum. 

Außerdem das gute Gefühl, wenn man mit der Erstellung einer Klausur fertig ist und weiß, dass man "nur" noch eine machen muss. 

Die YouTube-Videos von Jon Olsson. Das "binge watching" habe ich gestern beendet. Ich bin jetzt auf dem Laufenden, yay! Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, ich kann jedem, der ein bisschen was von der Welt sehen möchte, Sport mag und nebenbei sein Englisch verbessern will, diese Vlogs von ganzem Herzen empfehlen. 

Die feuchten Augen von Aksel Lund Svindal in der Leaderbox bei der Abfahrt in Gröden. Weil es zeigt, dass ein gestandener Sportler, der schon alles gewonnen hat, von Herzen dankbar und gerührt ist, dass sein zertrümmertes Knie nicht das von Ärzten angeratene Karriereende bedeutet hat. Das ist jemand, der seinen Sport von ganzem Herzen liebt. Dass es nicht zum Sieg gereicht hat, darüber breiten wir lieber den Mantel des Schweigens, nur so viel, ich werde garantiert keinen Urlaub mehr in Österreich verbringen. (Insbesondere nachdem ich heute Nacht noch einen äußerst merkwürdigen Traum hatte, der den gestrigen Sieger der Abfahrt und ein Matratzenlager auf einer Hütte beinhaltet hat. Don't ask...).

Blogrückblick

Diese Woche war ich recht aktiv:




Samstag, 17. Dezember 2016

|Stefka reads| Bücher und Minimalismus

Ich lebe in dem luxuriösen Zustand, dass ich neben meiner eigenen Wohnung bei meinen Eltern zu Hause noch immer mein eigenes (großes) Zimmer habe. Da der Platz nicht anderweitig benötigt wird (und meine Eltern und mein Bruder auch nicht auf meine regelmäßigen Besuche verzichten möchten...), habe ich dort neben einem zweiten und dritten Kleiderschrank zwei Bücherregale, in denen ich einen Großteil meiner Bücher lagere. 

Manchmal würde ich mir wünschen, dass deutsche Hardcover hochwertiger und innovativer sind. Die Jugendbücher von Kerstin Gier hingegen würde ich mir immer wieder kaufen, denn sie sind echte Schmuckstücke.

In den vergangenen 15 Jahren habe ich mich selten von gelesenen Büchern getrennt. Die meisten sind - egal, ob sie mich absolut begeistern konnten oder nicht und egal, ob es sich um Taschenbücher oder Hardcover gehandelt hat - in den beiden Bücheregalen bei meinen Eltern daheim gelandet. Mittlerweile musste ich feststellen, dass man 90% der gelesenen Bücher nur einmal im Leben liest. Wozu also an diesen 90% festhalten? Zum anderen altern Taschenbücher - insbesondere die englischsprachigen - nicht besonders gut und sind deshalb bereits nach zwei, drei Jahren vergilbt und sehen nicht mehr schön aus. Da ich mittlerweile auch Bedenken habe, dass meine Eltern sich irgendwann entschließen, sich zu verkleinern, und ich dann vor der Mammutaufgabe stehe, mein Zimmer aufzulösen. Um das zu vermeiden, habe ich mich entschlossen, bereits nach und nach auszumisten. Letztes Wochenende bin ich in einer ersten Runde mein Bücherregale durchgegangen und habe zwei große Tüten mit Büchern aussortiert

Hierbei haben mir die folgenden Fragen geholfen: 

- Werde ich dieses Buch jemals wieder lesen? Hier habe ich zwei Kategorien von Büchern entfernt: entweder, die Geschichte konnte mich schon beim Lesen nicht überzeugen oder das Buch fand ich damals gut, mittlerweile hat sich jedoch mein Geschmack geändert. 

- Wie ist der Zustand des Buches? Macht es sich rein äußerlich gut in meinem Bücherregal oder habe ich keine Lust mehr, es anzufassen, da es vergilbt ist? Ich bin äußerst penibel im Umgang mit Büchern und habe keinen Spaß an Büchern, die nicht in einem super Zustand sind.


Es gibt auch amerikanische Taschenbücher, von denen ich mich nie trennen würde: dazu gehören die Jugendbücher von Miranda Kenneally

Mein Plan lautet, dass ich über Weihnachten meine Bücherregale erneut auseinandernehme und nur die absoluten Highlights behalte. 

Hierzu gehören: 

- Klassiker, wie meine Bücher von und über Thomas Mann 

- absolute Favoriten, wie z.B. "Owen Meany" von John Irving 

- meine liebsten Kinderbücher, also u.a. die Bücher von und über Astrid Lindgren 

- besonders schöne Hardcover-Ausgaben, z.B. aus dem "Königskinder"-Verlag 

- meine Sportbuchsammlung, von der ich in einem separaten Post erzählen möchte 

- Bücher, die ich bereits mehrfach gelesen habe und von denen ich weiß, dass ich das erneut machen möchte - wie z.B. dieses hier.


Meine beiden liebsten deutschen Verlage, denn die Cover und die sonstige Buchgestaltung sind einfach wunderschön: der Magellan Verlag und die Königskinder

Ich bin selbst gespannt, was am Ende übrig bleiben wird. Selbstverständlich werden die aussortierten Bücher nicht in der Altpapiertonne landen. Da die Bücher, die ich aussortieren werde, zu alt sind, um sie gewinnbringend bei momox.de oder rebuy.de zu veräußern, werde ich sie einer gemeinnützigen Organisation spenden, in der eine Freundin von mir engagiert ist. Die Bücher werden bei einem großen Bücherflohmarkt angeboten und der Erlös kommt der Jugendarbeit zugute. Falls jemand aus dem Großraum Karlsruhe/Stuttgart kommt: der Bücherflohmarkt findet am 14.-15.07.2017 in Maulbronn statt.


Meine "Bloodlines"-Reihe mag ich auch super gerne.


Zum Abschluss stellt sich die Frage, wie ich plane, in Zukunft das Anhäufen von zu vielen Büchern zu vermeiden, ohne auf das Lesen von vielen Büchern zu verzichten.

- Alles, was auf Englisch als Taschenbuch erscheint, werde ich als E-Book kaufen, denn englische Softcover sind einfach zu schlecht in der Verarbeitung, als dass sie dazu geeignet wären, ein Bücherregal zu verschönern.

- Besonders schön gestaltete Bücher, die ein Bücherregal äußerlich (und inhaltlich) aufwerten, werde ich als Hardcover kaufen, auch wenn das für die S-Bahn eher unpraktisch und in der Anschaffung natürlich teurer ist.

- Ich werde zeitnah nach dem Lesen eines jeden Buches entscheiden, ob ich dieses auf Dauer besitzen möchte, oder ob es wegkommt. Bei der zweiten Alternative werde ich das Buch möglichst zeitnah verkaufen, denn nach meiner Erfahrung bekommt man bei momox.de oder rebuy.de mehr geboten, je schneller man nach dem Erscheinungstermin verkauft.

- Eine weitere Alternative würde das Ausleihen von Büchern darstellen. Allerdings liegt keine Bibliothek praktisch auf meinem Arbeitsweg und auch bin ich mittlerweile so gepolt, dass ich Bücher sofort haben und nicht warten möchte, bis sie fünf Leute vorher gelesen haben.

Ich denke, mit diesen Maßnahmen wird mir ein minimalistischer Umgang mit Büchern gelingen, ohne meinen Bücherkonsum einschränken zu müssen.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

|Stefka creates| Schoko-Sahne-Torte

Wenn ich backe, probiere ich gerne neue Rezepte aus (also Rezepte, nach denen ich selbst noch nie gebacken habe). Als ich mir ein Rezept für die Weihnachtsfeier bei der Arbeit ausgesucht habe, war mir klar, dass ich etwas in Richtung Torte machen muss, denn dort ist es wie beim Seniorennachmittag auf dem Land: trockene Rührkuchen gehen nur ganz schlecht, es muss etwas mit Sahne sein.

Nach Rücksprache mit meiner Mama habe ich mich für einen Klassiker entschieden, den es bei uns daheim öfters gibt. Das Rezept stammt von einer Freundin meiner Mutter und heißt deshalb intern "Schoko-Sahne Helga". 


Schoko-Sahne-Torte


Zutaten

- 1 Bisquit-Boden (wird bei uns daheim selbst gebacken, da ich aber nicht genug Zeit hatte, musste ich "cheaten" und einen in der Bäckerei kaufen)

- Aprikosenmarmelade (von meiner Mutter selbstgemacht, aber da geht natürlich auch gekaufte)

- 1 Glas eingemachte Birnen (bei uns aus eigener Herstellung) oder ca. 5 Bananen

- 3 1/2 Becher süße Sahne

- 1 Tafel Ritter Sport (Halbbitter, Nougat oder Mocca)

- 7 Esslöffel heiße Milch

- 6 Blatt Gelatine

- 3 Päckchen Vanillezucker

- Moccabohnen oder sonstige Schoki zum Verzieren


Schoko-Sahne-Torte


Zubereitung

Bisquit-Boden (nennt man, glaube ich, auch "Wiener Boden") mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Eingemachte Birnen oder in Rädchen geschnittene Bananen darauf verteilen. Falls man sich für die eingemachten Birnen entscheidet: diese vorher gut trocken tupfen. Anschließend einen Tortenring umlegen.

Drei Becher Sahne mit drei Päckchen Vanillezucker steif schlagen. 

Eine Tafel "Ritter Sport" über einem Wasserbad mit sieben Löffeln heißer Milch auflösen.

Sechs Blatt Gelatine in Wasser auflösen und in die flüssige Schokolade einrühren. Die flüssige Schokolade anschließend zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. Danach in die geschlagene Sahne unterrühren und die Schoko-Sahne auf dem mit dem Obst belegten Kuchenboden verteilen.

Die Torte kalt stellen - am besten über Nacht.

Am nächsten Morgen den Tortenring entfernen und die Torte mit geschlagener Sahne (ca. 1/2 Becher) und Schokolade verzieren. Hier ein kleiner Tipp: es ist keine Option, auf das Schlagen der Sahne zu verzichten und stattdessen fertige Sprühsahne zu verwenden. Für Euch von mir getestet. Die Sprühsahne fällt komplett zusammen und die Torte sieht furchtbar aus. Ich musste kurzfristig eine Rettungsaktion starten und habe einen kompletten Ring aus weihnachtlichem Schokoladendekor um die Torte gelegt. Ich fand es eher behelfsmäßig. Witzigerweise wurde ich darauf angesprochen, wie toll ich die Torte dekoriert habe. 

Die Torte ist nicht schwer herzustellen und macht richtig was her. Also ein echter Tipp für alle, die nicht so viel Backerfahrung oder wenig Zeit haben.


Schoko-Sahne-Torte



Montag, 12. Dezember 2016

|Stefka reads| "Winterzauber wider Willen" von Sarah Morgan

Gibt es Leser, die noch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung sind? Um dem abzuhelfen, möchte ich heute gerne eines meiner liebsten Weihnachtsbücher vorstellen. "Winterzauber wider Willen" war eines der ersten Bücher, die ich nach meiner Anmeldung bei lovelybooks.de für ein Leserunde "gewonnen" habe, und es war gleich ein Highlight, das mir so gut gefallen hat, dass ich es tatsächlich am vorletzten Wochenende noch einmal gelesen habe. 


"Winterzauber wider Willen" von Sarah Morgan


"Winterzauber wider Willen" 

Sarah Morgan 
Chick Lit 
Deutsch 
re-read 
5 Sterne (von 5 möglichen Sternen) 

Die Endzwanzigern Kayla Green arbeitet als PR-Beraterin in New York und ist ein echter Workaholic. Ihr neuester Auftrag führt sie in das Ferienresort "Snow Crystal" ins verschneite, weihnachtliche Vermont und zu Jackson O'Neil und seiner warmherzigen, chaotische Großfamilie. "Snow Cyrstal" befindet sich trotz aller Idylle in einer finanziellen Schräglage und Jackson muss seine Großeltern und seine Mutter davon überzeugen, dass das Jahrzehnte alte Konzept nicht mehr funktioniert und frischer Wind dringend notwendig ist. Kayla ist genau die Richtige, um das Ferienresort perfekt zu vermarkten. Allerdings mag sie aufgrund eines traumatischen Erlebnisses in ihrer Kindheit kein Weihnachten und möchte den Auftrag in "Snow Cyrstal" dazu nutzen, um dem Weihnachtstrubel in New York zu entfliehen. Sie ahnt nicht, dass sie dieser Auftrag direkt in ein "Winter Wonderland" katapultiert. Zusätzlich bringen Kayla die wunderschönen blauen Augen ihres Auftraggebers mehr aus dem Konzept, als ihr liebt ist. 

Für mich ist dieses Buch perfekt, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Es funktioniert ähnlich gut wie filmisch "Love Actually" (die Episodenkomödie, in der Hugh Grant den englischen Premierminister spielt). Neben dem perfekt beschriebenen Setting im winterlichen Vermont haben vor allem Kayla und Jackson als Paar wunderbar für mich zusammengepasst. Die beiden haben genau die Chemie, die ich in Büchern dieses Genres suche, denn bei "Chick Lit" gibt es nichts schlimmeres als zwei Hauptcharaktere, die einen als Leser kalt lassen. Super gut gefallen hat mir auch, dass es sehr lange gedauert hat, bis die zwei als Paar zusammengekommen sind, denn ich finde diese Phase voller unterschwelliger Spannungen immer am schönsten. Als positiver Nebeneffekt bietet diese Variante auch weniger Möglichkeiten für (unnötiges) Drama am Ende (also die Phase, in der einer der Beteiligten kalte Füße bekommt und deshalb die Beziehung abbricht, bevor man sich dann doch wieder zusammenrauft). 

Sämtliche Nebendarsteller sind ebenfalls liebevoll gezeichnet und tragen viel zum Humor der Geschichte bei. So rutscht "Winterzauber wider Willen" trotz aller weihnachtlichen Idylle auch nie ins Kitschige ab sondern macht einfach Spaß. 




Sollte jemand auf der Suche nach der richtigen Weihnachtsstimmung sein: dieses Buch, ein bisschen Gebäck (das ich nur unter der Bezeichnung "Bredla" kenne), Glühwein und Kerzenschein (am besten "Mr. Grey" von "Kringle" a.k.a. "der Duft nach frisch geduschtem Mann") sollten helfen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

|Behind the Screens #4| Vorweihnachtszauber, Skifahrliebe und eine neue Technikliebe

Ich nehme wieder an der gemeinsamen Aktion von Stehlblüten und book-walk teil und habe einen Wochenrückblick fabriziert.

Christbaum im Breuninger in Stuttgart
Christbaum im Breuninger in Stuttgart

Wie war deine Woche? 

Sehr schön. Was vor allem an dem Ausflug in den vorweihnachtlichen Europapark lag. Ich bin noch immer begeistert, dass sogar die (niedrigen) Temperaturen gepasst haben. Außerdem hatte ich am Donnerstag die erste Weihnachtsfeier bei der Arbeit und am Freitag war ich in Stuttgart auf dem Weihnachtsmarkt. Das war zunächst eine etwas frustrierende Erfahrung (mein erster Vorsatz fürs nächste Jahr: ich lasse mich nicht mehr dazu überreden, in Stuttgart shoppen zu gehen, denn wenn man eh schon jeden Arbeitstag in einer Stadt verbringt, ist das irgendwie total witzlos), zum Abschluss wurde es doch noch ganz nett, nachdem wir den Stand mit dem Kirschglühwein (der einzige Glühwein, den ich mag, denn der ist nicht so pappsüß) und dem leckeren Brot "von der Alb" wiedergefunden haben. Der wurde letztes Jahr nämlich verlegt und war unauffindbar. Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt ist sehr beliebt und gilt auch als besonders hübsch, da jede Bude auf dem Dach dekoriert wird, aber wenn man da in den letzten 15 Jahren jedes Jahr war, nützt sich der Zauber trotzdem ab. Gefühlt werden es jedes Jahr mehr Touristen, in diesem Jahr waren es wahnsinnig viele Italiener, die sogar die in den Vorjahren omnipräsenten Schweizer übertrumpft haben.

Deko auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart
Deko auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart

Für die Weihnachtsfeier habe ich eine Schoko-Sahne-Torte mit Birnen gebacken. Das Rezept werde ich voraussichtlich noch verbloggen. 

Durch die langen Strecken, die ich in dieser Woche zu Fuß unterwegs war, habe ich plötzlich wieder Schmerzen in meinem verletzten Fuß. Außerdem kann ich noch immer keine normalen Schuhe tragen und bin deshalb jeden Tag entweder in meinen grauen oder meinen braunen UGGs unterwegs. Das ist völlig untypisch für mich, denn ich trage im Schnitt an 4 von 5 Tagen unterschiedliche Schuhe zur Arbeit. Es nervt mich unglaublich, immer dieselben Schuhe zu tragen. Okay, einen Vorteil hat es, man muss weniger Schuhe putzen (was ich konsequent jede Woche mache). 

Kirschglühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart
Kirschglühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart

Welches Buch würdest du gerne als Serie verfilmt sehen? 

Eine schwierige Frage, denn ich bin mit der Verfilmung von Büchern selten zufrieden. Deshalb wünsche ich mir definitiv keine Verfilmung eines meiner Lieblingskrimis (wie z.B. die Kommissar-Grauner-Reihe von Lenz Koppelstätter) wünschen, denn die filmische Umsetzung von den Klufti-Büchern oder den Krimis von Nele Neuhaus finde ich einfach nur furchtbar. Es geht für mich gar nicht, wenn der Hauptdarsteller nicht den Beschreibungen im Buch entspricht (und viel zu schlank {Klufti} oder viel zu hübsch {Pia bei Nele Neuhaus} ist). Getoppt wird das ganze durch das Umschreiben von Storylines - wie etwa wenn bei Kommissar Kluftinger plötzlich der Vater zu ermitteln beginnt.

Was ich mir super als Serie vorstellen könnte: "Bloodlines" von Richelle Mead. Einfach weil ich Adrian Ivashkov gerne einmal "in echt" sehen möchte. Er ist einer meiner liebsten Buchcharaktere der letzten Jahre. Seine ganze Art und seine Entwicklung ist so genial. Wie er auf den ersten Blick egozentrisch und oberflächlich erscheint, in Wahrheit aber ein richtig lieber Kerl ist.


Krippe aus Antholz
Krippe aus Antholz/Südtriol auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart (mein Lieblingsstand - ich will nächstes Jahr vor Weihnachten ins Grödner Tal...)

Was war dein Wochenhighlight?

Definitiv der Besuch im Europapark. Das war sooo schön, und ich habe mich zum ersten Mal in diesem Jahr richtig weihnachtlich gefühlt. 

Gestern habe ich ein Interview mit Aksel Lund Svindal gesehen, das eigentlich von letzter Woche stammt (hier habe ich schon einmal über ihn geredet). Ich fand es so schön zu sehen, wie emotional er nach seinem Comeback (das seine Ärzte nicht für möglich gehalten hatten) reagiert hat. Das sind für mich die wahren Sportler: die, die auch nach über einem Jahrzehnt in der Weltspitze ihren Sport noch immer so lieben, dass sie für jeden Tag, den sie in den Bergen auf Skipisten verbringen dürfen, dankbar sind. Und nicht die Magdalena Neuners, Britta Steffens und Nico Rosbergs dieser Welt, die ihren Sport nur betreiben, weil sie ein Talent dafür haben, und bei denen man das Gefühlt hat, dass sie nach Karriereende einfach nur mega erleichtert sind, nie mehr mit ihrem Sportgerät in Berührung kommen zu müssen. Traurig finde ich allerdings auch die Sportler, die nichts außer ihren Sport haben und die deshalb nach der Sportkarriere ganz böse abstürzen und plötzlich in jeder RTL-Show herumsitzen und im schlimmsten Fall im Dschungel enden (so wie Thomas Häßler). Da braucht man sich um Aksel eher keine Sorgen zu machen, denn der ist der Typ Christoph Metzelder (also erfolgreicher Geschäftsmann). 

Apropos Sportlerinterview, ich warte gespannt darauf, bis das Interview, das Henrik Kristoffersen (ebenfalls norwegischer Skiläufer) im ZDF gegeben hat, in Norwegen aufschlägt. Er liegt derzeit wegen einer Sponsorengeschichte mit dem norwegischen Verband äußerst emotional im Clinch. Im besagten Interview hat er diesen Vorfall als "die Sch... mit dem norwegischen Verband" bezeichnet. Das sollte man ihm nicht zu übel nehmen, denn er hat nicht in seiner Muttersprache sondern eben auf Deutsch geredet (was man den Norwegern allgemein gar nicht hoch genug anrechnen kann. Deren Sprachfähigkeiten können einen als Mitteleuropäer nur vor Neid erblassen lassen...). Trotzdem DIE Steilvorlage für die norwegische Presse, um noch etwas Öl ins Feuer zu gießen. 

Blogrückblick

Ich habe vergangene Woche ein weihnachtliches Buch aus dem Genre "Chick Lit" empfohlen. Außerdem gab es einen ausführlichen Bericht über meinen Besuch im Europapark. Hier bin ich von der Qualität meiner Bilder recht angetan, den ich habe nicht meine Spiegelreflex dabei gehabt sondern meine neue kleine Kamera, eine Canon EOS M10. Hierbei handelt es sich um eine Systemkamera, bei der man die Objektive wechseln kann. Mit einem Adapter kann man sogar seine Spiegelreflex-Objektive verwenden, dann muss man jedoch mit manuellem Fokus fotografieren. Ich habe mir ein eigenes Objektiv für diese Kamera gekauft, und ich bin super zufrieden damit. Endlich muss ich im Urlaub nicht zu jedem Abendessen die Spiegelreflex mitschleppen, um zufriedenstellende Fotos zu erhalten. Im Vergleich zu meiner bisherigen, kleinen Kamera - einer Canon Ixus, die ich seit Jahren nicht mehr wirklich nutze - sind die Ergebnisse viel perfekter. I like it <3 . An der Stelle sei erwähnt, dass ich allgemein zu den Menschen gehöre, die sich total für technischen Schnickschnack begeistern können. Ich liebe zum Beispiel mein Macbook Pro, das ich mir diesen Sommer angeschafft habe. 


Freitag, 9. Dezember 2016

|Stefka travels| Europapark im Winter

Europapark bei Nacht und im Nebel

Am Nikolaustag war ich im Europapark, genau wie letztes Jahr in der Vorweihnachtszeit. Vielleicht entwickelt sich hier eine kleine Tradition. Dieses Jahr war das Wetter mit Temperaturen um den Nullpunkt viel passender als im Vorjahr bei zehn Plusgraden. Zudem war es den ganzen Tag über mystisch nebelverhangen, was ebenfalls zur vorweihnachtlichen Stimmung beigetragen hat. 


Der neue irische Teil - eine Art Spielplatz für Kinder.

Der Eintrittspreis liegt mittlerweile bei 38,50 Euro. Das mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, aber wenn man dagegen rechnet, was man geboten bekommt, ist der Park seinen Preis wert. Z.B. zahlt man normalerweise ca. 5 Euro für eine Fahrt mit dem Riesenrad. Da hat man nach einmal Riesenrad fahren bereits 1/4 des Eintrittspreises wieder drin (auch wenn sich über die Sinnhaftigkeit einer solchen Fahrt bei dichtem Nebel durchaus streiten lässt;-). 


Nebel auf dem Riesenrad

Riesenrad


Mein Lieblingslandesteil: Skandinavien

Am Eingang finden seit neuestem Kontrollen statt, wobei es hier eine strikte Anweisung zu geben scheint, dass nur Rucksäcke und keine Handtaschen kontrolliert werden. Das hat bei uns zu dem bizarren Ergebnis geführt, dass eine Handtasche, die größer war als ein Rucksack, nicht kontrolliert wurde, während der minikleine Rucksack geöffnet werden musste. 


Kaiserschmarren auf der Schwarzwälder Skihütte

Die Besucherdichte war angenehm. Es waren zwar einige Menschen unterwegs, aber man musst nirgends lange anstehen. So konnten wir bei Euro-SAT mehrfach ohne Wartezeit direkt einsteigen. Das wird sich ab Weihnachten durch den Beginn der Ferien drastisch ändern, denke ich. Aufgrund der kühlen Temperaturen waren weniger Fahrgeschäfte geöffnet als im letzten Jahr. "Silverstar" und sämtliche Wasserattraktionen sind sowieso außen vor, aber 2015 fuhren sowohl "Wotan" als auch "Blue Fire". "Wotan" war im Plan als geöffnet eingezeichnet, tatsächlich habe ich jedoch keine Wagen gesehen, die sich darauf bewegt hätten. Aber ich denke, aufgrund der Kälte wäre man bei Fahrtwind auch festgefroren... "Blue Fire" fuhr letztes Jahr sowieso nur außerplanmäßig, da frühlingshafte Temperaturen vorherrschten. 


Ausstellung mit Eisskulpturen

Ich bin trotzdem auf meine Kosten gekommen, denn wir haben "Arthur and the Minimoys" für uns entdeckt. Ursprünglich hatte ich gedacht, hierbei würde es sich um eine reine Kinderattraktion handeln, habe dann aber von einem Kollegen erfahren, dass diese Bahn durchaus auch Erwachsenen Spaß macht. Da ich mich überhaupt nicht für animierte Filme interessiere (noch nie - ich habe als Kind auch keine Cartoons geschaut), habe ich die "Minimoys" mit den "Minions" verwechselt und gedacht, dass irgendwelche gelben Figuren die Bahn bevölkern würden. Aus diesem Grund war ich positiv überrascht wie goldig und menschenähnlich die Figuren aussehen. Vor allem der tollpatschige "Beta" ist ja so etwas von putzig... Auch die Landschaften mit den überdimensionalen Blumen und diversem Getier sind unglaublich liebevoll in Szene gesetzt. Der Wechsel zwischen geschlossenem Raum und Fahrt im Freien hat mir ebenfalls super gefallen. Es wird sogar mit Gerüchen (Blumenduft und DER "Geruch von Amsterdam" - vermutlich dem in der Geschichte auftretenden Barbesitzer geschuldet) gearbeitet. Die Bahn selbst ist eine tolle Mischung aus rasant und gemächlich, so dass sie super als Einstiegsachterbahn für Kinder geeignet ist. 


Weihnachtsmarkt von oben


Janosch-Ausstellung

Die Eisshow war in diesem Jahr bedeutend besser als im letzten Jahr. Die Geschichte vom bösen Sohn des Weihnachtsmanns hat einigermaßen Sinn gemacht, und es gab keinen merkwürdigen, deplatzierten Auftritt der Euromaus. 


Abendstimmung I

Am schönsten wird es am späten Nachmittag, wenn die Dunkelheit hereinbricht und die vielen mit Lichterketten geschmückten Bäume richtig zur Geltung kommen. Nimmt man die weihnachtliche Hintergrundmusik hinzu, bekommt man eine wundervolle Weihnachtsstimmung geboten. Rund um das Schloß Balthasar waren - wie bereits im letzte Jahr - kaum Besucher unterwegs, so dass man hier die Weihnachtsstimmung völlig ungestört genießen konnte. Wer also in der Vorweihnachtszeit einen freien Tag übrig hat (und kein Weihnachtshasser ist), dem kann ich den Europapark wärmstens ans Herz legen.


Abendstimmung II

Abendstimmung III