Samstag, 31. Oktober 2015

|Leseliebe| Lovelybooks Halloweenwichteln

Das große Auspacken

Das diesjährige Halloweenwichteln ist das erste Wichteln auf Lovelybooks, an dem ich teilnehme. In den vergangenen Jahren habe ich jeweils bei dem weihnachtlichen Wichteln von Ina mitgemacht (damals noch ohne Blog), aber das war etwas komplett anderes als das Wichteln auf Lovelybooks. Da man während der Wichtelphase auf Lovelybooks in einem Thread ("Thema" in einem Forum) in Verbindung mit den anderen "Wichtlern" steht, kommt eine Art Gemeinschaftsgefühl auf, das sehr viel Spaß macht. Auch habe ich bei diesem Halloweenwichteln wahnsinnig viel dazu gelernt und Inspiration gesammelt, so dass ich mich jetzt schon auf das Weihnachtswichteln freue. Außerdem möchte ich mich an dieser Stelle bei meinem Wichtelkind entschuldigen, da mein Wichtelpaket nicht unbedingt perfekt geraten ist, und ich jetzt weiß, dass ich so viel mehr hätte machen können.



Auspacktermin war der 31.10.2015. Man hätte theoretisch um Mitternacht auspacken können, aber da ich dazu zu müde war und außerdem wirklich gute Fotos machen wollte, habe ich mich dazu entschieden, erst im Laufe des Vormittags auszupacken.

Heute morgen bin ich recht früh aufgewacht, habe aber erst einmal mein aktuelles Buch auf dem Kindle zu Ende gelesen und anschließend mein Sportprogramm abgespult und bin 10 km gelaufen. Hat Spaß gemacht, vor allem all die Abschnitte, in denen ich durch Laub waten konnte. Anschließend habe ich ein paar Blätter gesammelt, um Deko für die Fotos zu haben. Nach einer heißen Dusche habe ich mich ans Auspacken und Fotografieren gemacht. Da ich draußen fotografiert habe, wäre ich dabei beinahe erfroren...



Ganz oben im Paket lag ein Briefumschlag, der auch das Rätsel beinhaltet hat. Oh, ich habe mich so gefreut, endlich einmal wieder einen selbstgeschriebenen Brief zu erhalten. Dazu muss ich sagen, dass ich als Kind und Teenager viele Briefe geschrieben habe. Ich hatte diverse Brieffreunde aus ganz Deutschland, denen ich teilweise ausufernd lange und sehr regelmäßig Briefe geschrieben habe. Das hat sich irgendwann durch den massiven Gebrauch von Internet, E-Mail und aktuell WhatsApp komplett verlaufen. Umso mehr habe ich mich über die selbstgeschriebenen Zeilen in diesem Paket gefreut. Auch das Briefpapier mit Pferden im Hintergrund hat Erinnerungen an die alten Zeiten wachgerufen. Ich hatte damals eine ganze Sammlung an Briefpapier. Vielleicht ist es an der Zeit, mal wieder einen handgeschriebenen Brief zu verfassen. Allerdings muss ich an dieser Stelle zugeben, dass ich mittlerweile eine solche "Ärzteschrift" habe, dass diese außer mir keiner lesen kann. Ich hatte noch nie eine mädchenhafte Schrift, aber jetzt ist sie eine totale Katastrophe. Zu meiner Ehrenrettung möchte ich anmerken, dass ich da nicht unbedingt etwas dafür kann, denn zu meiner Mutter hat ihr Chef einmal gesagt, dass sie die Sekretärin mit der schlimmsten Schrift EVER ist. Also schiebe ich dieses Problem auf mein Erbgut.

Das Rätsel war auch sehr liebevoll gestaltet: lauter Lose (zusammengehalten durch kleine Strohhalm-Teile) inklusive Nieten, die ich zu dem Usernamen zusammensetzen musste. Zum Glück ein kurzer Username, den ich nach etwas Überlegen erraten konnte. Mein Paket wurde von der lieben Bosni gestaltet. Herzlichen Dank dafür! 


Anschließend habe ich mich an den eigentlichen Inhalt des Päckchens gewagt und alles ausgepackt. Die Anzahl der Einzelteile war wirklich beeindruckend. Neben einer Halloweenkerze und zwei Tüten waren auch drei Tafeln Schoki und viele kleine Schokogespenster dabei. Bei den ganzen Kalorien bin ich froh, dass ich schon 10 km laufen war ;-) Und zwei der Gespenster habe ich auch schon vernichtet.


Ein erstes Highlight, das mir sofort ins Auge gestochen ist, war der kleine, selbstgehäkelte Kürbis. So süß. Ich häkle selbst auch, aber alles aus dem Bereich Amigurumi ist mir zu fitzelig. Außerdem mag ich es so gar nicht, wenn man etwas zusammennähen muss. Da bevorzuge ich Mützen oder Schals. Umso mehr freue ich mich über den gehäkelten Kürbis.

Die Walnüsse werden ebenfalls gute Verwendung finden, denn ich habe ein paar Backrezepte im Hinterkopf, für die man Walnüsse benötigt.


 Nun zu den Büchern, die im Paket enthalten waren:

  1. Ein DDR-Backbuch. Finde ich eine coole Idee, da es etwas "Regionales" ist. Außerdem besitze ich bislang nichts Vergleichbares. 
  2. "Slammed" von Colleen Hoover. Freut mich ebenfalls sehr, da ich das Buch noch nicht habe, es auf Englisch ist und spannend klingt. 
  3. Ein Blanko-Notizbuch. Da ich mich in nächster Zeit ein bisschen mit Handlettering und Sketchnotes beschäftigen möchte, passt das super.
  4. "Ewig und eins" von Adriana Popescu. Ein Buch von meiner Wunschliste. Ich habe bereits sämtliche anderen Romane von Adriana gelesen und war von allen begeistert. Ihre Bücher sind zwar allesamt aus dem Bereich "boy meets girl" aber nie gewöhnlich. Außerdem mag ich es, dass ihre Geschichten meist in Stuttgart spielen. Ein bisschen Lokalkolorit schadet nie. In dem obigen Buch geht es außerdem um ein Wiedersehen auf einem Klassentreffen, was ich als Hintergrund spannend finde. Trotz der Leserillen ist es in einem super Zustand. Die Leserillen stören mich weniger, als wenn der Buchrücken krumm ist. Ich weiß nicht, wie manche das machen, dass ihre Bücher nach dem Lesen immer total verzogen sind... 

Ein super tolles Paket, über das ich mich riesig gefreut habe. An dieser Stelle noch einmal von Herzen vielen Dank an Bosni. Das hast Du super zusammengestellt. Ich hoffe, meine Begeisterung kam in diesem Post gut herüber.

Außerdem möchte ich mich bei Federchen für die Organisation bedanken. Das hat bestimmt ein paar Nerven gekostet...

Ansonsten freue ich mich bereits auf das Weihnachtswichteln. Das werde ich auch wieder hier auf dem Blog vorstellen.

Happy Halloween to everyone!


Sonntag, 25. Oktober 2015

|Küchenzauber| Ausstecherle

Es weihnachtet sehr...

Ich weiß, ich bin früh dran, schließlich haben wir erst Ende Oktober. Trotzdem möchte ich heute unser traditionelles Familienrezept für Ausstecherle (= Plätzchen) teilen. Wie man auf den Bildern sieht, habe ich aus meiner umfangreichen Ausstechformensammlung die nicht weihnachtlichen Ausgaben gewählt, damit es besser zum Oktober passt.


Für ca. zwei Bleche benötigt man folgende Zutaten:

- 250 g Mehl

- 1/2 TL Backpulver

- 125 g Zucker

- 1 Ei

- 125g Margarine oder Butter

- 1 TL Schnaps

- 1 handvoll gemahlene Haselnüsse (falls ich für Haselnussallergiker backe, nehme ich gemahlene Mandeln)

Alle Zutaten möglichst schnell zu einem geschmeidigen Teig verkneten und anschließend für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Der kalte Mürbeteig ist besser zu verarbeiten als warmer Teig. Die gemahlenen Haselnüsse tragen ebenfalls dazu bei, dass sich der Teig leichter ausrollen lässt.

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze).

Einen Teil des Teiges auf eine bemehlte Fläche geben und mit dem ebenfalls bemehlten Wellholz auswellen. Der Teig sollte nicht zu klebrig sein. Anschließend nach Belieben mit Ausstechformen ausstechen. Die ausgestochenen Teile vorsichtig ablösen (ggf. ein Messer zur Hilfe nehmen) und auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech legen. Ich habe die Ausstecherle dieses Mal mit verquirltem Eigelb bestrichen und teilweise mit bunten Streuseln verziert. Mit Eigelb bestrichene Ausstecherle sehen nicht ganz so hübsch aus, schmecken aber besser als z.B. mit Eiweiß bestrichene. Was ich auch lecker finde: mit Zitronenguss (Puderzucker mit Zitronensaft anrühren) bestrichene Ausstecherle. Diesen Guss trägt man erst nach dem Backen auf.

So bald das Blech voll ist, gibt man es für ca. 12-15 Minuten auf der mittleren Schiene in den Backofen.

Die Ausstecherle kann man gut in einer Blechdose aufbewahren. 





Sonntag, 18. Oktober 2015

|Leseliebe| Buchmesse in Frankfurt

Aufgrund einer sehr spontanen Entscheidung am späten Dienstag Abend war ich am Samstag auf der Buchmesse in Frankfurt. Ich habe mich meiner Freundin R. angeschlossen und bin mit ihr gemeinsam mit einer Busgruppe nach Frankfurt gefahren. Etwas problematisch war lediglich, dass die Abfahrt in Stuttgart bereits für 5:15 Uhr terminiert war. Das bedeutete für mich, dass es nicht möglich war, mit der S-Bahn hinzufahren. Außerdem musste ich bereits um 3:15 Uhr aufstehen. Aber einmalig geht das.

im Uhrzeigersinn: viele Bücher - "Die Manns", habe ich mir heute gleich gekauft. Ich finde, das Leben der Familie Mann ist spannender als jeder Roman, weshalb ich diverse Bücher über Thomas Mann und die Seinen besitze - es gab überraschend viele religiöse Buchverlage - eines von vielen Pferdebüchern, Nicola Förg ist eigentlich Krimiautorin


Pünktlich um 9:00 Uhr nach zwei Zwischenstopps in Karlsruhe und Heidelberg sind wir in Frankfurt angekommen und haben uns direkt auf den Weg in die Halle 3 gemacht. Die Messe in Frankfurt ist wirklich riesig. Teilweise kommt man sich vor wie am Frankfurter Flughafen. Alles mega weitläufig. Die Buchmesse selbst ist ebenfalls unglaublich groß. Um alles zu schaffen, muss man wahrscheinlich eine komplette Woche dort verbringen. Wir haben und auf zwei Stockwerke der Halle 3 (da sind die bekannten, deutschen Verlage) und ein Stockwerk der Halle 4 (da war der Treffpunkt von lovelybooks.de) konzentriert.

im Uhrzeigersinn: Reiseführer - hübscher Autor im Gespräch - Klaus von Dohnanyi (ehemaliger Bürgermeister von Hamburg, verheiratet mit Ulla Hahn) - Volker Kauder mit Ehefrau, die über ihre Lieblingsbuchhandlung in Stuttgart geredet hat


Am Anfang waren wir ein bisschen ratlos, wie wir vorgehen sollten, denn man kann keine Bücher kaufen (Sonntag ist der einzige Tag, an dem man einkaufen kann), was ein eigenartiges Gefühl ist, wenn man ansonsten so viele Bücher nur in Läden sieht, wo man selbstverständlich auch gleich zuschlagen kann. Bis auf wenige Fixpunkte haben wir uns treiben lassen und sind einfach die verschiedenen Gänge der Reihe nach abgelaufen. Das hat Spaß gemacht, und man konnte sich inspirieren lassen. Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass man bei Lesungen kurz stehen bleiben und zuhören konnte und so auch Autoren gehört hat, die man sich nie bewusst ausgesucht hätte.

Globus - auch über Elyas M'Barek gibt es ein Buch - "Winterzauber wider Willen" empfehle ich für die Vorweihnachtszeit, hat mich letztes Jahr total begeistert - Sportbücher und die Meisterschale gab es auch

Das Treffen bei vorablesen.de war schön. Die Lesung der Autorin Corina Bomann aus ihrem neuesten Buch (das noch nicht einmal in Druck ist) hat mir super gefallen, obwohl ich ihre Bücher vorher nicht kannte und sie auch nicht meinem Geschmack entsprechen. Aber sie hat flüssig und mitreißend gelesen und sehr interessant fand ich ihre Erzählungen, wie sie ihre Bücher schreibt. Sie geht jeden Tag ins Büro und arbeitet konsequent vormittags und nachmittags an ihren Romanen. Ganz so, als würde sie einem normalen Bürojob nachgehen.

im Uhrzeigersinn: Reclam - die Ullstein-Eule, leider ist mir immer jmd. durchs Bild gelatscht - Corina Bomann bei der Lesung (2 Bilder)

Nachmittags ist es sehr voll geworden und manchmal gab es kein Durchkommen. Im Nachhinein bin ich froh, dass R. den Auftrag hatte, für eine Patientin eine Autogramm von Daniela Katzenberger zu holen, weshalb wir erst um 15:00 Uhr und nicht bereits bei Start um 14:00 Uhr beim lovelybooks-Treffen waren. Wir haben zwar kein Goodie Bag bekommen, dafür mussten wir uns aber auch in keine schubsende und quetschende Menge stellen. Ich finde es wirklich unglaublich, wie sich viele Menschen verhalten, wenn es etwas kostenlos gibt. Ich habe selbst auch schon auf einer Messe gearbeitet, und es war mehr als befremdlich zu sehen, wie sofort alles weggegrabscht wurde, so bald man wieder ein paar Stofftaschen (und unsere grünen Stofftaschen waren wahrlich nichts besonderes) rausgelegt hatte. Vor allem Rentner legen da eine erstaunliche Geschwindigkeit an den Tag...

im Uhrzeigersinn: jede Menge kostümierte Cos-Player waren unterwegs, eine ganz eigene, aber beeindruckende Welt - die Autorin Eva Karnofsky bei ihrer Lesung - der Hype um Daniela Katzenberger geht weiter - "Der Backbube" vom gleichnamigen Blog


Während R. bei "der Katze" angestanden ist, habe ich mich völlig spontan in die Lesung von Eva Karnofsky gesetzt, die aus ihrem Krimi "Mutterkälte" vorgelesen hat. Das war genau so eine Situation, die mir besonders gut gefallen hat: ich hatte noch nie etwas von der Autorin gehört, aber hier durfte ich ihren durchaus ansprechenden Niederrheinkrimi kennenlernen.

im Uhrzeigersinn: die Mädels von "Our Clean Journey" wurden mit ihrem "Clean Eating"-Buch vom Verlag groß in Szene gesetzt (2 Bilder) - schönes Häkelbuch - und noch ein schön gestalteter Messestand
Am interessantesten fand ich die Möglichkeit, in diverse Koch-, Back-, Häkel- und Bastelbücher einen Blick zu werfen. Hier konnte man sich viele Inspirationen holen. Das "Clean Eating"-Buch von "Our Clean Journey" habe ich mir heute gleich gekauft (wer sich wundert, wo ich an einem Sonntag geshoppt habe, im Breuni war "Tag der offenen Tür"). Ist wirklich super schön gestaltet. Ich war erst etwas skeptisch, ob wirklich viel Neues drin steht, denn ich habe bereits den Detox-Plan der beiden und lese auch so diverse Health & Fitness-Blogs, aber ich finde, das Buch ist eine tolle Zusammenfassung von gesunden Rezepten, so dass ich ohne großes Suchen im Internet z.B. Sonntag morgens ein Pancake-Rezept aufschlagen kann. Ich habe heute gleich die Snack-Kichererbsen probiert - sehr lecker.

Lieblingsbücher von M. ;-) - noch ein cooles Kochbuch - der Grüffelo war auch das - ein anstrengender Tag auf der Messe neigt sich dem Ende zu...

Ich will nicht verhehlen, dass der Tag auch anstrengend war, denn wir waren beinahe non-stop auf den Beinen und sind nur wenig gesessen. Die Rückreise war ein bisschen nervig. Zum einen sind wir kurz vor Karlsruhe im Stau gestanden (das passiert einem nur auf der A8, dass man an einem Samstag Abend eine halbe Stunde kaum einen Meter voran kommt). Zum anderen musste ich in Stuttgart die halbe Königstraße runterlaufen und über 20 Minuten auf meine S-Bahn warten. Gegen 23:00 Uhr bin ich endlich in meiner Wohnung angekommen... Trotzdem hat sich der Besuch definitiv gelohnt. Falls jemand (K.?) Lust auf die Buchmesse in Leipzig hat, ich bin dabei!

Donnerstag, 15. Oktober 2015

|Wanderlust| Ziele in der Region: Kürbisausstellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg

Es wird Zeit, dass ich diesen Post veröffentliche. Gefühlt nähert sich der Herbst in fliegenden Schritten dem Ende und geht nahtlos in den Winter über.



Die Kürbisausstellung im Garten des Ludwigsburger Schloßes kann man noch bis zum 08. November besuchen. Ich war Anfang Oktober im Rahmen eines Ausflugs mit meinen Kollegen dort, und wir hatten auch eine Führung, die sehr interessant war. Unser Guide sah aus wie Gärtner Pötschke und hat uns mit viel Hintergrundwissen versorgt. U.a. dass die Kürbisausstellung von einem Schweizer erfunden wurde, dass die Kürbisse in den Skulpturen regelmäßig ausgetauscht werden, dass die Ausstellung immer ein Jahr im voraus geplant wird u.v.m. Auch allgemeine Fakten zum Schloß hatte er parat. Z.B, dass das Schloß kostendeckend arbeite und wie es nach dem Krieg wiederaufgebaut wurde. Den Volker Kugel hat er auch mehrmals erwähnt. Wahrscheinlich war ich die Einzige, die ihn kennt. Meine Eltern gucken seine Gartensendung im SWR. Ein Lob haben wir auch noch abgesahnt: wir waren eine sehr angenehme weil aufmerksame Gruppe.



Man kann Kürbisse nicht nur anschauen sondern auch kaufen und probieren. Die gebrannten Kürbiskerne sind super lecker.

Ich war bereits zum dritten oder vierten Mal bei der Kürbisausstellung und kann sie definitiv empfehlen. Es ist immer wieder etwas neues, denn es gibt jedes Jahr ein anderes Motto. In diesem Jahr ist es "Fliegen".

Also, auf nach Ludwigsburg!




Dienstag, 13. Oktober 2015

Ziele in der Region: die Muswiese

Die Muswiese ist Kult. Und deswegen Außenstehenden nur schwierig zu erklären. Das Fest findet jedes Jahr Mitte Oktober im hohenlohischen Musdorf statt. Das Fest dauert von Samstag bis Donnerstag, wobei montags Ruhetag ist, und hat eine lange Tradition, die bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurückreicht.

Die Muswiese besteht aus folgenden Komponenten: einem Krämermarkt mit ca. 280 Ständen, bei denen man alles erwerben kann, was man im Alltag benötigt (Hosengummi, Tee, Töpfe...), einem Vergügungspark, bei dem 2015 das Riesenrad gefehlt hat, weshalb ich keine Bilder von oben bieten kann, einer Gewerbeschau, einer landwirtschaftlichen Ausstellung und verschiedenen kulinarischen Verpflegungsmöglichkeiten. Das Essen ist etwas ganz besonderes, denn früher haben die Bauernfamilien von Musdorf die Besucher der Muswiese in ihren Wohnzimmern verköstigt. Mittlerweile wird das Essen in Zelten, Anbauten oder Maschinenhallen eingenommen, aber man geht noch immer "zum Ziegler", "zum Frauhammer" etc.

im Uhrzeigersinn: bunte Kochlöffel, weiteres Küchenzubehör, traditionelle Kittelschürzen, mein Essen


Ich kann nicht genau sagen, warum ich die Muswiese mag, das Volksfest in Crailsheim oder den Canstatter Wasen aber ablehne. Böse Zungen mögen behaupten, es liege daran, dass man auf der Muswiese shoppen kann. Obwohl ich keinen Bedarf an Kittelschürzen (mittlerweile in Haus- und Gartenkleid umbenannt) oder langen Unterhosen habe, bin ich in der Vergangenheit nicht umhingekommen, auf der Muswiese zuzuschlagen. Da bekommt man nämlich Dinge, die woanders nicht mehr zu haben sind. Im letzten Jahr z.B. ein Knäuel Wolle einer bestimmten Marke und Farbe, das ich benötigt habe, um eine Mütze fertig zu häkeln. Außerdem finde ich das Essen qualitativ viel besser als auf anderen Volksfesten. Man trifft auch immer alte Bekannte, und es ist einfach ein Erlebnis, dort zu sein.

im Uhrzeigersinn: schwäbisch-hällische Ferkel in echt, Traktoren, Mähdrescher, schwäbisch-hällisches Ferkel in unecht

Falls man einen Einblick in die Muswiese bekommen möchte, empfehle ich die diversen Folgen, die "der Treffpunkt" beim SWR dort gedreht hat. Oder den Dokumentarfilm über die Rebellenbank in Gammesfeld namens "Schotter wie Heu". Dort wurde auch auf der Muswiese gedreht und diverse Passanten gefragt, was sie den eingekauft haben. Als Antwort kommt beinahe unisono: "Strimpf'!" [= Socken]


Ausstecherle, Blumendeko im Gewerbezelt (will ich auf meiner Hochzeit so haben;-), "Planet Muswiese", Besucherstrom

Mittwoch, 7. Oktober 2015

|Wanderlust| Oberstdorf: auf dem Nebelhorn

Ich liebe die Berge und ein Platz ist mir hierbei besonders ans Herz gewachsen: der Seealpsee auf dem Nebelhorn von der Station Höfatsblick aus. Für mich der schönste Bergsee von allen. Wobei es kein See ist, den man direkt umwandern kann oder an dessen Ufer man herankommt. Aber genau das macht für mich die Faszination aus. Ein von Menschen völlig unberührter See, in dem sich die Bäume spiegeln. Ein Platz, den ich immer wieder besuchen möchte. Dieses Jahr war eigentlich nicht geplant, dorthin zu wandern. Unsere eigentlichen Wanderpläne wurden jedoch durch das alljährliche Moutainbikerennen am Nebelhorn durchkreuzt. Also musste ein Alternativplan her und wir sind spontan von der Talstation zur Station Seealpe aufgestiegen. Anschließend sind wird mit der Bahn zur Station Höfatsblick gefahren und von dort zum Seealpsee gewandert.

Falls sich jemand fragt, welche Plätze ansonsten zu meinen Favoriten zählen: der Schlern in Südtirol (mein Lieblingsberg) und der Holmenkollen in Oslo.

Blick vom Nebelhorn auf die umliegenden Berge.

Der erste Schnee!

Der wunderschön gelegene Seealpsee.

Der Seealpsee von weiter weg.

Von mir die "Kamelbuckel" genannt. Da kann man drüber wandern...

Seealpsee und "Kamelbuckel". Im Hintergrund: Schnee bedeckte Gipfel.

Ich habe mich ein Stückchen auf den Gratweg raus gewagt...

Wunderschönes Panorama.

Die Belohnung (auch weil ich in Österreich keinen bekommen habe...).

Eine richtige Allgäuer Kuh - auch im Sinne meiner Mutter, denn die Kuh hat Hörner (Kühe ohne Hörner sind für meine Mutter keine "echten" Kühe).

Montag, 5. Oktober 2015

|Wanderlust| Oberstdorf im Herbst

Ich war in den letzten Jahren ca. 15x in Oberstdorf. Ich habe seit 2003 mit einer Ausnahme jedes Jahr die Nebelhorn Trophy besucht. Außerdem war ich bei der Weltmeisterschaft der Junioren und noch 3x außer der Reihe dort. Trotzdem ist es mir in Oberstdorf keine Sekunde langweilig, denn man kann so viele Dinge unternehmen. Das Städtchen (oder doch eher Dorf?) ist zwar überschaubar aber auch wunderbar idyllisch und bietet trotzdem viele kleine Läden und Möglichkeiten Essen oder Kaffee trinken zu gehen.

Meine Top 3 der kulinarischen Highlights in Oberstdorf:

Oberstdorfer Käsladen in der Oststraße 37 - hier gibt es nicht nur Bergkäse sondern vor allem die besten, nach Omas Rezept selbstgebackenen Kuchen. Der Kirschstreuselkuchen ist mein absoluter Favorit. Außerdem kann man Schnäpse und Liköre aus eigener Herstellung kaufen.

Café Gerlach in der Metzgerstraße 13 - moderner Anbau an eine traditionelle Bäckerei. Es gibt nicht nur klassische Backwaren sondern auch kleine Gerichte wie z.B. eine leckere Kürbissuppe.

Rieger's Restaurant in der Rankgasse 7 - moderne deutsche Küche aus regionalen Produkten.  

Die obigen Bilder habe ich in der Umgebung unserer diesjährigen Ferienwohnung in der Fuggerstraße aufgenommen.

So viel Schnee hat es Ende September noch nie in Oberstdorf gehabt. Und so kalt war es auch noch nie.

oben: Kurpark mit Oberstdorf Haus und der Versuch, mich wie Kaetlyn Weaver in das "O" zu quetschen; unten: die Wiesen in der Nähe unserer Ferienwohnung

Samstag, 3. Oktober 2015

|Sportsgeist| 2015 Nebelhorn Trophy Oberstdorf - Ode to Cipres

Taking pictures at skating events can be fun...

But not necessarily so. I made the experience that skating is the most difficult sport to photograph. But why? First of all, it's an indoor sport. Everything with natural daylight is easier to photograph. The lighting at skating rinks is often quite bad (unlike at modern event venues). Here in Oberstdorf, for example, the afternoon competitions have better lighting than the evening competitions - in case the sun is shining. Skaters are also moving much faster than rhythmic gymmnasts or ballroom dancers and that's why it's much harder to take well-focused pictures of skaters where all body parts are visible. Dancers and pairs are even worse because you have two people to photograph. And then there is the problem with boring poses I mentioned in my post about the men SP and LP (click here). But there are also skaters who are really easy on the eye and therefore very photogenic. The most photogenic one in Oberstdorf: definitely Morgan Cipres. And that's why I decided to do an "Ode to Cipres" as final part of my Nebelhorn posts.


I hope you enjoyed my posts about 2015 Nebelhorn Trophy in Oberstdorf. There is one more post to come with landscape pictures. I loved Oberstdorf as always and I can't wait to go back.


Freitag, 2. Oktober 2015

|Sportsgeist| 2015 Nebelhorn Trophy Oberstdorf - exhibition

The exhibition was fun... (except for the ice dance ballads but this is a matter of taste)

Enjoy my pictures and a few comments.

Agafonova & Ucar from Turkey



The ladies were very entertaining during this exhibition as they did not focus on ballads...

Alaine Chartrand from Canada

Alena Leonova from Russia

Chock & Bates from the US

Courtney Hicks from the US

Elladj was as entertaining as ever. He is such a great showman. 

Elladj Balde from Canada

Elladj Balde from Canada

Elladj Balde from Canada

Florent Amodio from France

She deserves more than just one pic because she was so outgoing and expressive:

Kailani Craine from Australia

James & Cipres from France


James & Cipres from France

James & Cipres from France

Kaetlyn Osmond from Canada

Lorenz & Polizoakis from Germany

Look at her leg where I painted the circle on the picture! She must have fallen so hard...:

Mariko Kihara from Japan

This was the most bizarre exhibition performance: Max Aaron to a song from AC/DC. I could not stop laughing when K. said to me after about 20 seconds: "I would not survive going to an AC/DC concert!" We're still not sure if he a) coreographed the program the night before while being out partying or b) was dared to skate to AC/DC in order to win a bet.

Max Aaron from the USA

Max Aaron from the US

Max Aaron from the US

I took a picture of a spiral position, wheee... This is one of the moves I miss most under the new judging system.

Mirai Nagasu from the US

Mirai Nagasu from the US

And I also took a picture of a Russian split. Unfortunately from a weird angle... 

Peter Liebers from Germany

Scimeca & Knierim from the US

This was super cute: a cowboy program. Plus it made me think of my trip to the US as we listened to a country music station during our drive to Yellow Stone National Park

Seguin & Bilodeau from Canada

Seguin & Bilodeau from Canada









 My favourites: Volosozhar & Trankov. There is a separate thread with more pictures of them here .

Maxim Trankov from Russia

Tatjana Volosozhar from Russia